Entscheidung ist gefallen: Norbert Mezei wird neuer Kreisbrandinspektor für Raum Roding

Fünf Bewerber hat es gegeben, nun steht die Entscheidung fest: Norbert Mezei wird ab 1. Mai die 45 Feuerwehren des Bereiches Roding als zuständiger Kreisbrandinspektor übernehmen.
Nachdem der bisherige Kreisbrandinspektor Florian Hierl sein Amt zur Verfügung gestellt hat, habe nun in enger Abstimmung von Kreisbrandrat Michael Stahl und den 45 Kommandanten des KBI-Bereiches Roding sowie mit Landrat Franz Löffler in vielen Gesprächen ein geeigneter Nachfolger gefunden werden können, teilt die Kreisbrandinspektion Cham mit.
Kommandanten befragt
Kreisbrandrat Stahl freut sich, mit Mezei einen „sehr guten Nachfolger“ für Hierl gefunden zu haben. Fünf Kandidaten habe es gegeben, berichtet er. In einem erstmals durchgeführten Online-Voting ließ er die 45 Kommandanten des Dienstbereichs abstimmen, schon da hatte Mezei die Nase vorn. In persönlichen Gesprächen mit den Verantwortlichen habe sich dann schnell herauskristallisiert, dass der 39-Jährige auch aus Sicht der Kommandanten der richtige Mann für den Posten sei.
Mezei habe alle nötigen Lehrgänge absolviert und verfüge dank seiner jahrelangen Tätigkeit für die Feuerwehr und insbesondere als Kreisbrandmeister über die nötige Erfahrung und Führungsqualitäten, sagt Stahl. Er ist deshalb froh, dass der 39-Jährige das zeitintensive Amt übernehmen möchte, „ich denke, wir werden da einen nahtlosen Übergang hinbekommen, wenn wir zusammenhalten.“ Allerdings tue sich nun das nächste, wenn auch etwas kleinere „Loch“ auf, denn für den Bereich Zell wird nun ein neuer Kreisbrandmeister gebraucht.
Norbert Mezei bekleidet seit 2017 das Amt des Kreisbrandmeisters für den Bereich Zell mit zwölf Feuerwehren in den vier Gemeinden Zell, Wald, Walderbach und Reichenbach. Er konnte bereits bei vielen Einsatzlagen im Inspektionsbereich Roding wertvolle Erfahrungen sammeln und Kontakte mit den Kommandanten und Einsatzleitern vor Ort knüpfen, heißt es von der Kreisbrandinspektion.
„Freue mich über Vertrauen“
„Es freut mich sehr, dass ich das Vertrauen der Kommandanten und des Kreisbrandrats erhalten habe und mir dieses überaus anspruchsvolle Amt anvertraut wird. Ich bin gespannt, was alles Neues auf mich zukommt, und hoffe auf eine kameradschaftliche und gute Zusammenarbeit auf allen Ebenen“, erläutert Mezei.
Neben zahlreichen Ausbildungen an der Staatlichen Feuerwehrschule wie unter Anderem Zugführer, Verbandsführer und Stabsarbeit, liegt auch die praxisnahe Ausbildung in seinem Fokus. Dabei stellte sich Mezei in den vergangenen Jahren immer wieder auch selbst bei Leistungsprüfungen oder zum Beispiel Atemschutzwettbewerben den hohen Anforderungen.
Nach vielen Jahren der Mitarbeit im Web-Team des Kreisfeuerwehrverbandes Cham wurde ihm 2019 die Fachbereichsleitung Öffentlichkeitsarbeit übertragen. Auch die Organisation der Webinare der Kreisbrandinspektion liegt in seiner Hand.
Viel Feuerwehr-Erfahrung
Weit über 20 Jahre ist Mezei auch in der Kreisjugendvorstandschaft aktiv tätig, wo er ebenfalls für den Fachbereich Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich ist. Für die Deutsche Jugendfeuerwehr übernimmt er die Funktion des Abnahmeberechtigten und ist daher über die Landkreisgrenzen hinaus bei Abnahmen der Deutschen Jugendleistungsspange und bei Wettbewerben für die Jugendfeuerwehr im Einsatz.
In seiner Heimatfeuerwehr Reichenbach übernahm Mezei für sechs Jahre die wichtige Aufgabe des Jugendwartes. Mittlerweile kann er auf mehr als 25 Jahre aktive Dienstzeit bei der Feuerwehr zurückblicken.
Der 39-Jährige lebt mit seiner Ehefrau und einem Sohn in Reichenbach. Beruflich ist Norbert Mezei Betriebsleiter beim Kreiswasserwerk in Neubäu am See.
Florian Hierl gibt Amt aus beruflichen Gründen ab
Florian Hierl hört aus beruflichen Gründen auf: Der aktuelle Amtsinhaber Florian Hierl hatte Ende vergangenen Jahres die Entscheidung getroffen, dass er sein Amt als Kreisbrandinspektor aus beruflichen Gründen abgibt. „Ich hätte beruflich bedingt einfach nicht mehr die nötige Zeit gehabt, um das Amt so auszuführen, wie ich es mir vorstelle“, erläutert Hierl.
Dank an die Stadt als Arbeitgeber und an die Feuerwehrkameraden: Die Stadt Roding als Arbeitgeber habe stets die Ausübung des Ehrenamtes möglich gemacht und hätte auch weiterhin neben der beruflichen Weiterbildung die Ausübung des Amtes unterstützt, betont der noch amtierende Kreisbrandinspektor. Der Dank Hierls gilt allen Feuerwehrkameraden für die bisher erbrachte Unterstützung und stets kameradschaftliche Zusammenarbeit mit allen 45 Feuerwehren des KBI-Bereiches und den Kollegen der Kreisbrandinspektion.
Seit 17. April 2018 im Amt: Hierl war am 17. April 2018 als Nachfolger für Alfons Janker zum Kreisbrandinspektor bestellt worden, nachdem er zuvor elf Jahre lang als Kreisjugendfeuerwehrwart im Landkreis Cham die Geschicke der Jugend gelenkt hat.
Nach wie vor für die Feuerwehr aktiv: Nach wie vor bleibt der scheidende Kreisbrandinspektor als Landeswertungsrichter für die Jugendfeuerwehr Bayern tätig und wird den KBI-Bereich und die Kreisbrandinspektion bei Bedarf zum Beispiel als Schiedsrichter gerne unterstützen, betont er. In seiner Heimatfeuerwehr Mitterdorf werde er auch seinen aktiven Feuerwehrdienst weiter ausüben.