Auftakt zur 56. Kunstausstellung in Bad Kötzting lockt 77 Künstler mit 161 Werken

Am Dienstag war es wieder einmal so weit: Eine fachkundige Jury machte sich am frühen Nachmittag an die Arbeit und sichtete Hunderte Kunstwerke, die für die Kunstausstellung zu Pfingsten eingereicht worden waren. Neben den traditionellen Schwerpunkten auf Plastiken und Malerei wird es auch dieses Jahr wieder Fotografien zu sehen und auch zu erwerben geben.
Wenn sich die Jury ein Bild von den Einsendungen gemacht hat, dann tut sie das bereits zum 56. Mal. Denn bereits 1967 gab es die erste Kunstausstellung zu Pfingsten, damals allerdings noch an einem ganz anderen Ort und – so ist es den Berichten von damals zu entnehmen – mit etwas weniger Vorbereitung.
30 Künstler im Jahr 1967
„Fast in letzter Minute klappte es noch mit der 1. Kunstausstellung, die von der Stadt und der örtlichen Volkshochschule im Rahmen des Pfingstfestprogrammes durchgeführt wird“, stand am 21. Mai 1967 in der Kötztinger Umschau zu lesen. Auch wenn die Vorbereitungszeit so kurz gewesen sei, freuten sich die Veranstalter damals schon über die rege Teilnahme der aller ersten Kunstausstellung: 30 Künstler hatten 200 Arbeiten eingereicht.
Im Jahr 2024 hat sich die Zahl der Künstler deutlich erhöht: 77 Kunstschaffende aus Deutschland und – ein Unterschied zu 1967 – auch der angrenzenden Tschechischen Republik haben ihre Werke im Pfarrzentrum in den vergangenen Tagen abgeliefert, um sie der Jury zu präsentieren.
Kuratiert wird die Ausstellung auch in diesem Jahr wieder durch Leo Schötz. Zur Jury gehören neben Stadtpfarrer Thomas Winderl als Hausherren auch Bürgermeister Markus Hofmann und Kulturreferent im Stadtrat Wolfgang Kerscher, Pia Pickelmann, Linde Kroher, Alois Öllinger, Hans Höcherl und die Kulturreferentin für den Landkreis Bärbel Kleindorfer-Marx . Dieses Jahr haben sie über 161 Werke zu entscheiden – eine Zahl, die im Mittel der vergangenen Jahre liegt. 2023 waren es 189 gewesen, von denen rund 100 nicht den Eingang in die Ausstellung gefunden haben. Wie viele es dieses Jahr sein werden? Das hat die Jury erst am Dienstagabend entschieden.
Erster Umzug im dritten Jahr
Es geht der Kunstausstellung ja auch immer darum, nicht besonders viele Kunstwerke auszustellen, sondern darum, eine sehenswerte Auswahl auf höchstem Niveau bieten zu können.
Die Kunstausstellung hat in den vergangenen sechs Jahrzehnten dabei aber auch so einige Veränderungen mitgemacht. So musste sie bereits nach zwei Ausstellungen in den Räumen der damaligen Landwirtschaftsschule schon umziehen, da in der Schule eine überörtliche Tagung stattfand – In den kommenden Jahrzehnten wurden die Werke aber weiter in einer Schule präsentiert, nämlich in der staatlichen Realschule. Hier wurden zwar sehr schöne Räumlichkeiten geboten, allerdings rückte die Ausstellung damit aus der Innenstadt hinaus an den Rand. Darum folgte 2015 der zweite Umzug in die Räume der Kirchenburg. Ein Wechsel, der sich gelohnt hatte: Zur 49. Kunstausstellung kamen damals 500 Besucher (eine Zahl, die in etwa nun jedes Jahr wieder erreicht wird) und damit mehr als doppelt so viele wie zuletzt an der Realschule. Die Traumzahlen des ersten Jahres werden heute aber nicht mehr erreicht. 1967 hatten 1529 Besucher den Grundstein dafür gelegt, dass es die Ausstellung seitdem jedes Jahr, außer während der Corona-Pandemie, gegeben hatte.
Hier ist geöffnet
Wo: Die Kunstausstellung zu Pfingsten findet bereits seit einigen Jahren in den Räumen der Kirchenburg in der Herrenstraße im ersten Stock des Pfarrzentrums (Eingang im Torbogen linker Hand) statt.
Zeitraum: Sonntag, 12. Mai 2024 bis Freitag, 7. Juni 2024
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag ist von 14 bis 17 Uhr, Samstag, Sonntag und an Feiertagen von 10 bis 17 Uhr; während der Pfingstferien täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet.
Eintritt: Drei Euro/ermäßigt 1,5 Euro
