Im gesamten Chamer Stadtgebiet blühen nun wetterfeste Narzissen, Primeln und Veilchen

Von Antonia Zuruev · 26. März 2024 um 05:00

Pünktlich zum kalendarischen Frühlingsanfang am 20. März hat die Stadt Cham zahlreiche Blumentröge und Beete im gesamten Stadtgebiet mit Frühlingsblumen bestückt. Rund 5000 Narzissen, Primeln und Veilchen verwandeln Plätze und Parkanlagen in ein blühendes Wunderland und künden von der Wiederkehr wärmerer Tage. Diese farbenfrohe Pracht ist das Ergebnis sorgfältiger Planung und liebevoller Pflege durch die Mitarbeiter der Stadt Cham.

Im Rahmen der jährlichen Frühjahrsbepflanzung investierten die Gärtner heuer rund eine Woche Zeit, um die Blumenkästen zu bestücken, wie Sebastian Karl vom städtischen Bauhof berichtet. Damit die bunte Schönheit auch niedrigen Temperaturen trotzt, wird auf wetterfeste Blüher gesetzt. „Die Blumen, die wir im Frühling pflanzen, halten sogar problemlos Frost aus. Das sind hauptsächlich Narzissen, Veilchen und Primeln“, erklärt Karl.

Frische Blumen blühen am Friedhof

Nicht nur in der Innenstadt blüht es wieder. Auch der Chamer Friedhof erwachte aus seinem Winterschlaf, nachdem sich die Stadt Cham vergangene Woche um die Neubepflanzung von Blumentrögen und die Beschneidung von Hecken gekümmert hat. Auch die regelmäßige Pflege von vier Ehrengräbern gehört zu den Aufgabenbereichen des Bauhofs.

Um die zahlreichen Grünflächen im gesamten Chamer Stadtgebiet das ganze Jahr über instand zu halten, werden vom städtischen Bauhof auch private Unternehmen engagiert. „Wir kümmern uns sechs mal im Jahr um die Pflanzen in Cham. Dazu gehört beispielsweise das Zurückschneiden und die Pflege der Blumen“, sagt Peter von der Landschaftsbaufirma Premm in Roding.

Sommerbepflanzung startet nach den Eisheiligen

Die bunten Farbkleckse können die Chamer noch bis etwa Mitte Mai genießen, bevor die große Sommerbepflanzung startet. „Nach den Eisheiligen kümmern wir uns unter anderem um den Marktplatz. Dabei bestücken wir auch die Türme, die dort stehen, mit Blumen. Außerdem werden dort Kübel mit Sommersträuchern aufgestellt“, plant Karl. Im Rahmen der Sommerbepflanzung soll auch ein Blumenwechsel in den aktuell mit Narzissen und Veilchen bestückten Blumenkästen und Beeten durchgeführt werden. Dabei werden die wetterbeständigen Blüher durch Sommerblumen ersetzt.

Sebastian Karl vom städtischen Bauhof sagt, dass mit der Umstellung auf Sommerpflanzen aber in jedem Fall bis nach den Eisheiligen gewartet werden muss. Und dies hat einen guten Grund. Die Periode der Eisheiligen dauert vom 11. bis zum 15. Mai und ist bekannt für ihre potenziell frostigen Überraschungen – besonders nachts. Aus diesem Grund ist es ratsam, frostempfindliche Gewächse nicht voreilig ins Freie zu setzen. Gemäß einer alten Bauernweisheit sollte man „niemals vor der kalten Sophie pflanzen", was sich auf den letzten Tag, also den 15. Mai, bezieht.

Auch am Friedhof blühen bereits wetterbeständige Blumen.
Blumentröge mit Primeln und Veilchen in der Chamer Innenstadt.