Stadtrat segnet Kosten ab: Vorplatz der Neumarkter Hochschule wird teurer

Von Eva Gaupp · 22. März 2024 um 19:00

Zum Wintersemester sollen die Studenten in die neue Hochschule auf dem Residenz einziehen. Während die Firmen gut im Zeitplan sind, steigen die Kosten für die Gestaltung der Außenflächen.

Um etwa 150000 Euro steigen die Ausgaben für die „multifunktionale Flüche“ vor der Hochschule, informierte Lutz Worthmann vom Umweltamt die Stadtratsmitglieder am Donnerstagabend in der Sitzung. Das zuständige Büro habe offensichtlich die Kosten im Jahre 2019 zu niedrig angesetzt.

Immer wieder werde der Stadtrat mit Kostensteigerungen konfrontiert, kritisierte UPW-Stadtrat Werner Mümmler. Deshalb appellierte er an Oberbürgermeister Markus Ochsenkühn als früheren Unternehmer, Ingenieuren und Architekten beizubringen, gleich realistisch zu kalkulieren. „Eine Steigerung um 37 Prozentist meines Erachtens zu viel“, sagt Mümmler. Tatsächlich war ein Posten um 37 Prozent, das Gesamtprojekt jedoch um neun Prozent gestiegen.

„Seit Dezember 2023 schauen wir drauf“, kommentierte der OB schmunzelnd die Kritik und verwies dabei auf seinen Amtsantritt vor dem Jahreswechsel. Gleichzeitig gab er aber zu bedenken, dass auch ein Unternehmer nicht immer gewährleisten könne, dass Kostenberechnungen am Ende eine Punktlandung hinlegen.

„In den vergangenen Jahrebn kam so ein Beitrag nicht aus dieser Ecke“, bemerkte CSU-Stadtrat Ferdinand Ernst mit Blick auf seinen UPW-Stadtratskollegen Mümmler. Im Übrigen sei eine Kostenmehrung von neun Prozent zu verschmerzen. Das empfanden letztlich alle 33 anwesenden Politiker so und segneten die Kostensteigerung ab.

Bis zum Sommer – also noch vor dem Einzug – sollen die wesentlichen Freiflächen rund um das Hochschulgebäude fertig werden, führte Worthmann weiter aus. Bis November sollen dann die übrigen Arbeiten abgeschlossen werden. Der Platz an der Abtsdorfer Gasse soll aber nicht nur den Studenten dienen, sondern auch für die Neumarkter mehr Aufenthaltsqualität mit mehr Grün bieten.

Ein weiteres Thema im Stadtrat war das vor einem Jahr neu geschaffene „Amt 23 Jugend, Bildung und Soziales“ im Rathaus. Leiter ist der 56-jährige Oliver Schmidt, der vorher viele Jahre lang als Kreisjugendpfleger im Neumarkter Landratsamt gearbeitet hatte. In diesem Amt werden inzwischen Jugendarbeit mit G6 und Gesindehaus Woffenbach, Kinderbetreuung und Mittagsbetreuung in den Schulen sowie Soziales wie beispielsweise Integration zusammengefasst.

Als nächste große Projekte kündigte Schmidt an, Kinder und Jugendliche in die Stadtentwicklung einzubeziehen – ein Thema, das OB Ochsenkühn im Wahlkampf versprochen hatte. Und am 27.April ist eine Freiwilligenmesse in Neumarkt geplant.