Zum Frühlingsanfang startet das große Schlecken: Amarena und Zitrone haben viele Fans, Spargeleis aber auch

Von Lucia Pirkl · 20. März 2024 um 15:00

Eissaison in Abensberg: Erdbeere, Vanille oder Schoko sind die Klassiker, auch Neuheiten gehen gut.

Wie Regenbogenfarben reihen sich die verschiedenen Eissorten in der Theke aneinander. Dass der Frühling begonnen hat, das merkt man vor allem daran, dass auch die Eisdielen wieder geöffnet haben. Im Stadtzentrum von Abensberg entführen gleich zwei Eisdielen nach Bella Italia, mit jeder Kugel Eis schmilzt der Abstand zwischen Deutschland und Italien ein Stück mehr. Franco Costa eröffnet seine Eisdiele La Magia del Gelato am Abensberger Stadtplatz immer schon Ende Februar, mag der Winter auch noch so hartnäckig sein. „Der Start ist immer ein bisschen schwierig“, gesteht er ein.

An diesem sonnigen Freitagnachmittag ist davon nichts zu merken. Rund 20 Eissorten gibt es, die Kunden können zwischen dunkler Schokolade, Cookie und – heuer ganz neu – Kung Fu Panda wählen, eine neue Kreation, die leicht nach Schokolade und Zitrone schmeckt.

Zum Frühlingsanfang: Kugel etwas teurer

Aber welche Sorten gehen am Besten? Costa muss nicht lange überlegen. Es sind nach wie vor die Klassiker, die das Rennen machen: „Schoko, Vanille und Erdbeere“. Der Preis pro Kugel liegt bei 1,60 Euro und damit etwas teurer als im vergangenen Jahr. Gab es Klagen? „Bisher hat sich niemand beschwert“, antwortet Costa, der seit 2006 den Stadtplatz seine zweite Heimat nennen kann und sein Eis in der Küche des Lokals selbst herstellt.

Nur ein paar Schritte weiter haben auch Adriano Di Stasio und seine Frau Lucie De Santis schon die Erfahrung gemacht, dass die Kombi Zitrone und Schoko sehr gut ankommt, vor allem bei Kindern. Seit knapp zwei Wochen hat die Eisdiele geöffnet und auch hier stehen die Klassiker Amarena, Nuss, Vanille oder Erdbeere immer hoch im Kurs.

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Die Stammkunden des La Dolce Vita fragen aber auch immer nach neuen Eissorten, die Di Stasio in seinem Eislabor ein paar Häuser weiter ausprobiert und die sich dann jede Woche in den bis zu 24 Sorten einreihen. Ganz neu ist zum Beispiel Mandelnougat. Auch das Spargeleis, das es freilich nur in der Saison gibt, und das Sole Mio, mit dem Di Stasio sich für das Gelato World Masters Finale qualifiziert hatte, ist bei den Kunden sehr beliebt: ein Creme Fraîche-Eis mit einer Sauce aus Quitte, Kurkuma und Zitronenzesten, verfeinert mit Pistazie. Kinder dürfen sich auf auf eine neue Eiskreation freuen und als Referenz ans Kino wird es bald ein Roxy -Kino-Star-Eis geben. Mit 1,60 Euro pro Kugel hat sich der Preis im Vergleich zu Vorjahr nur geringfügig erhöht.

Weder Erdbeere noch Vanille gibt es hingegen im Eis Dolomiti in der Babostraße. Von der ehemaligen Eisdiele zeugt nur das Schild. Immer noch wird dort, wo Dario Dadie ein Vierteljahrhundert seinen Gästen mit seinem Eis auch ein Stück Heimat anbot, gewerkelt. Was kommt? Noch ungewiss. Dass hier einmal Waldmeister, Erdbeer- oder Pistazieneis über die Theke gereicht wurden, ist längst Vergangenheit. Vorbei die alten Zeiten, als sich die Gäste ein Gläschen Wein in der Abendsonne gönnten (wir berichteten). Dario ist längst zurück nach Hause gekehrt.

Im Einkaufszentrum ist zumindest der Name der Eisdiele italienisch. Inhaber Jonut Pencu ist Rumäne. Das Eiscafé Dal Golosone ist zwar das ganze Jahr über geöffnet, die richtige Saison startet hier freilich aber auch erst immer zum Frühling. Neben Eis gibt es hier auch Waffeln oder Crepes.

Kunden können zwischen After Eight, Mango oder aber auch zwischen Amarena, Pinguino oder den Klassikern Erdbeere, Vanille oder Schokolade wählen. Noch sind nicht alle der 20 Sorten aufgereiht. Die Kugel kostet 1,70 Euro zum Mitnehmen. Die Kinder werden vor allem das krachblaue Paw-Patrol-Eis mögen, benannt nach ihren Helden auf vier Pfoten.

Manche kommen täglich

Neben Laufkundschaft gebe es auch viel Stammpublikum, „manche von ihnen sind jeden Tag hier“, verrät Mitarbeiter Gabriel Sima.

Nicht die Italiener sind Weltmeister im Essen:

Nordeuropäer vorn: Nicht die Italiener führen die Spitze an, wenn es darum geht, wer am meisten Eis pro Jahr verspeist, sondern die Esten. Pro Jahr und pro Kopf sind das 12.5 Kilogramm. Ihnen folgen Litauen, Schweden und Finnland. Die Deutschen liegen europaweit eher in der Mitte, was den Konsum betrifft.

Im Westen am teuersten: Die Preise für eine Kugel Eis variieren nicht nur in Deutschland. Laut verschiedenen Berichten ist die Kugel Eis in München mit mehr als zwei Euro am Teuersten. Deutlich mehr zahlen Engländer (umgerechnet 3.49 Euro), Portugal oder S

Cookie, Kung Fu Panda oder Vanille: Franco Costa ist seit Ende Februar am Stadtplatz da.
Paw Patrol, Mango oder Schoko: Die Eisdiele im Einkaufszentrum ist ganzjährig offen.