Seppi Küblbeck beschenkt sich zum 60. Geburtstag mit Steiff-Ausstellung selbst

Nach einem langen Neujahrsurlaub meldet sich das Dackelmuseum Regensburg mit einer Sonderausstellung und einem persönlichen Jubiläum zurück.
„Dem Seppi geht ganz sicher mal der Knopf auf.“ Diese Worte, ausgesprochen von seiner Großmutter, hat Seppi Küblbeck als kleiner Bub oft gehört. Auch heute denkt er noch daran, halb gerührt und halb belustigt. „Dass sie immer vom Knopf geredet hat, ist schon kurios. Schließlich ist der Knopf im Ohr ja das Markenzeichen der Figuren von Margarete Steiff“, sagt er.
Ab kommenden Donnerstag wird der Zusammenhang noch besser ersichtlich. Dann eröffnet im Dackelmuseum eine Margarete-Steiff-Sonderausstellung – just am 60. Geburtstag von Küblbeck. Es ist kein Zufall, dass er sich zu seinem persönlichen Jubiläum diese Schau schenkt. Seit er im letzten Jahr mit seinem Partner Oliver Storz das Steiff-Museum in Giengen an der Brenz besucht hat, zählt er sich zu den größten Fans der schwäbischen Spielzeug-Pionierin.
Aus dem Nichts zu Weltruhm
„Schon im ersten Raum war ich absolut ergriffen von den Inszenierungen der Margarete Steiff“, erinnert sich Küblbeck, wie ihn die Begeisterung gepackt und seither nicht mehr losgelassen hat. So stand fest, dass die vor genau 115 Jahren gestorbene Margarete eine Vitrine im Regensburger Museum bekommen wird.
Wie immer war die Gestaltung für die leidenschaftlichen Sammler Küblbeck und Storz kein Problem. In ihrem schier unermesslichen Fundus haben sie auch eine stolze Anzahl von Steiff-Dackeln. Gut 70 Exemplare davon sind zu sehen, auch der nur in einer Auflage von weltweit nur 1500 Stück gefertigte „Überdax“ gehört dazu.
Erinnerungsstücke an die eingangs erwähnte Großmutter – Spiegel, Möbel, ihr Nähkästchen sowie ihre Lieblingsvase – bilden den passenden Rahmen für die Vitrine, in der auch ein Gemälde von Küblbecks erstem Dackel Bazi hängt. Diesen hat er sich zum 30. Geburtstag geschenkt, damit schließt sich der Kreis.
„Je länger ich zu ihr recherchiert habe, desto mehr Parallelen habe ich zu mir selbst gesehen“, erklärt er, warum er sich Margarete Steiff so verbunden fühlt. „Sie hat aus ärmlichsten Anfängen und vielen Widerständen zum Trotz etwas weltweit Einzigartiges geschaffen. Dasselbe kann man auch übers Dackelmuseum sagen.“ Weil dem Seppi eben rechtzeitig der Knopf aufgegangen ist.
Ansturm schon vor der Saison
Diese internationale Bekanntheit ist Küblbeck und Storz in ihrem ausgiebigen Neujahrsurlaub auf Schritt und Tritt bewusst geworden. Nach Weihnachten bestiegen sie mit den drei Dackeln ihr Wohnmobil und reisten zwei Monate lang bis Portugal. „In keinem der sieben Länder, durch die wir gefahren sind, wurden wir nicht erkannt“, freuen sie sich.
Zurück in Regensburg kommt die Welt jetzt wieder zu ihnen. „Am Montag war ein Pärchen aus Australien da, am Wochenende hatten wir bereits wieder 600 Besucher“, erzählen sie. „Das ist schon ein Wahnsinn, denn die Saison beginnt ja eigentlich erst an Ostern.“