Der FSG Neumarkt bietet Betroffenen und Angehörigen Hilfestellungen bei Sucht

246 Gruppenabende, die 2436 Mitglieder und Hilfesuchende im Vorjahr besuchten, zeigen, wie wichtig die Arbeit des Freundeskreis für Suchtkrankenhilfe (FSG ) Neumarkt ist. In der Mitgliederversammlung wurde die wertvolle Arbeit des Vereins aufgezeigt – auch seine gute Vernetzung.
Bei der Mitgliederversammlung am Freitag im Bürgerzentrum in der Alten Schule in Pölling blickte Vorsitzender Rudi Haubner auf ein aktives Jahr zurück. Sein Dank galt allen, die sich im Verein engagieren.
Rudi Haubner führt den FSG weiter
Bei den Neuwahlen wurde Haubner im Amt bestätigt. Auch alle weiteren Vorstandsposten konnten besetzt werden. 2023 konnten Haubner zufolge wieder alle traditionellen Veranstaltungen angeboten werden. „Einzigartig“ sei wieder der alkoholfreie Faschingsball im Berngauer Hof gewesen. Ein fester Termin sei die Teilnahme am Altstadtfest, bei dem 2023 die „Freundeskreis Oase“ zum Verweilen eingeladen habe.
Der FSG Neumarkt wurde 1982 gegründet, ist Mitglied im Landesverband Bayern e.V. und arbeitet seitdem aktiv im Suchtarbeitskreis Neumarkt mit. Wie Haubner informierte, finden nun wieder wöchentlich fünf Gruppenmeetings sowie am letzten Mittwoch im Monat die Frauengruppe und am ersten Mittwoch im Monat im Gasthaus Wanke die Seniorengruppe statt.
161 Mitglieder sind Stütze des FSG Neumarkt
Aktuell zähle man 103 organisierte Verbandsmitglieder (Betroffene und Angehörige) sowie 58 Fördermitglieder.
Ein herzliches Dankeschön galt den 27 Ehrenamtlichen, ohne deren Engagement die große Aufgabe nicht zu bewältigen sei. „Der Freundeskreis Neumarkt ist die größte Selbsthilfeorganisation in der Stadt und im Landkreis Neumarkt“, betonte Haubner. Den betroffenen Bürgern werde durch den FSG ein Weg zur Bewältigung ihrer Krankheit aufgezeigt. Sein Dank galt auch allen anderen, die die Vereinsarbeit unterstützen.
Alle Gruppenabende seien im abgelaufenen Jahr gut besucht gewesen. Die Teilnehmerzahl bewege sich auf hohem Niveau. Zudem habe sich der Freundeskreis Neumarkt 13 Mal bei Infoveranstaltungen in der Altdorfer Klinik vorgestellt und viermal habe es einen Gesprächskreis an der Fachklinik in Furth im Wald gegeben. Angebote wie Osterspaziergang, Grillfest, Herbstwanderung, Fahrradtour und Weihnachtsfeier seien ausgezeichnet angenommen worden.
Suchtarbeitskreis startete neu durch
Wiederbelebt und neu gestartet wurde laut Haubner im Herbst 2022 der Suchtarbeitskreis. Nach einem Impulsvortrag zum Suchtmittelgebrauch im Jugendalter im Februar 2023 sei der Unterarbeitskreis „Jugend und Sucht“ gebildet worden. Wichtige Informationen habe es auch beim Treffen mit Polizeihauptmeister Stephan Rupp, der über die Entwicklung der Alkohol- und Drogendelikte im Landkreis berichtete, gegeben. Sucht im betrieblichen Kontext habe im November im Fokus gestanden. „Besonders gefragt war auch das Vorstellungsteam des FSG, das die Vereinsarbeit bei Veranstaltungen in der Neumarkter Akademie für Gesundheitsberufe in der Krankenpflegeschule und im Haus St. Marien vorstellte“, informierte Haubner.
Terminkalender 2024 für den Verein steht
Auch im laufenden Jahr stehen neben den regelmäßigen Treffen wieder viele weitere Termine an, so unter anderem der Osterspaziergang am 1. April, ein Angehörigenseminar von 7. bis 9. Juni, der Stand des FSG beim Altstadtfest von 21. bis 23. Juni, eine Motorradausfahrt von 5. bis 7. Juli, Minigolfturnier am 20. Juli, Grillfest am 27. Juli, Herbstwanderung am 3. Oktober und Weihnachtsfeier am 7. Dezember. Hinzu kommen die Klausurtagung, Männer-, Angehörigen- und Kreativseminare sowie Fahrten nach Furth im Wald.
Wissenswert zur FSG Neumarkt:
Treffen: Der Freundeskreis für Suchtkrankenhilfe trifft sich im Bürgerzentrum in Pölling, fünf Gruppen wöchentlich, die Frauen- und die Seniorengruppe einmal im Monat.
Neuwahlen: Vorsitzender Rudi Haubner, Stellvertreter Günter Kagl und Rainer Hailer, Kassier Gerlinde Hiemer, Schriftführer Andrea Mertl; Delegierte: Roland Mack, Günter Bauer, Jochen Schrödel