Über Jahrzehnte das Gesicht der CSU in Kümmersbruck: Heinrich Kapperer wird 80

Nicht nur Kümmersbrucks Bürgermeister Roland Strehl, sondern viele alte Weggefährten werden an diesem Freitag, 8. März, bei ihm vorbeischauen. Heinrich Kapperer, über Jahrzehnte der Frontmann der CSU in Kümmersbruck, feiert seinen 80.Geburtstag.
Das Haselmühler Urgestein, aufgewachsen in der Zeilenstraße, hatte sich mehr als 40Jahre lang in seiner Heimatgemeinde engagiert, als Kommunalpolitiker und als Pädagoge. Heute ist der vierfache Opa politisch nicht mehr aktiv, genießt zuhause die Zeit mit seinen kleinen Enkeln oder einem besonderen Hobby.
An verschiedenen Mittelschulen in der Region unterrichtet
Seine Lehrerlaufbahn begann er 1964 mit dem Lehramts-Studium in Regensburg. Über die Stationen Ensdorf, Luitpoldhöhe und Haselmühl landete der Mittelschul-Lehrer schließlich 1994 als Konrektor in Ursensollen, wo er auch bis zu seiner Pensionierung 2006 blieb.
„Mir war immer das gute Verhältnis zu den Kollegen wichtig“, erinnert sich der Jubilar heute noch an diese Zeit. Vom Kollegium wurde er deshalb sowohl als Vorgesetzter als auch als Fachberater für Verkehrserziehung geschätzt. Eine Funktion, die er über 30Jahre während seiner beruflichen Tätigkeit ausübte.
Dreimal Bürgermeisterkandidat der CSU in Kümmersbruck
Dass er schon in jungen Jahren der CSU beitrat, hatte viel mit seiner kirchlichen Einstellung zu tun, die er als Gruppenführer bei der KJK in Kümmersbruck, der kirchlichen Jugend-Gemeinde, erfahren habe, erzählt er heute. 36 Jahre saß Kapperer für die CSU im Kümmersbrucker Gemeinderat, 14Jahre davon als Fraktionsvorsitzender. 24 Jahre, von 1984 bis 2008, gehörte er dem Kreistag an. Dreimal trat er auch als Kandidat für das Bürgermeisteramt an, verlor aber jedes Mal, wenn auch meist nur knapp.
Die Wahl 1990: Harte Bandagen – aber Wunden sind nicht geblieben
Für viele ältere Kümmersbrucker ist die Bürgermeister-Wahl 1990 noch in guter Erinnerung. Der CSU-Kandidat Heinrich Kapperer wurde schon mit hauchdünnem Vorsprung als Sieger gefeiert, als wenige Stunden später festgestellt wurde, dass 50 Wahlzettel falsch gezählt worden waren. Drei Monate später wurde die Wahl wiederholt, Richard Gaßner gewann mit 50,6 Prozent der Stimmen. „Wir haben zwar mit harten Bandagen gekämpft, es sind aber keine Wunden geblieben“, spricht Kapperer heute noch anerkennend über seinen ehemaligen Kontrahenten.
Das Schnitzen ist die große Leidenschaft von Heinrich Kapperer
Viel Zeit, nicht erst seit seiner Pensionierung, verbringt der Jubilar mit einer ganz besonderen Leidenschaft, dem Schnitzen. Eine ganze Werkstatt hat er sich eingerichtet, in der er nicht nur Möbelstücke schreinert, sondern auch Holzfiguren und andere Kunstwerke erstellt. „My home is my castle“, lautet sein Grundsatz. Kein Raum in seinem Haus, in dem nicht Exponate seiner Arbeit zu bewundern sind. Vor Jahren war er auch noch sportlich viel unterwegs, als Tennistrainer zunächst beim TC Rot-Weiß Amberg, dann beim TC Kümmersbruck.
Sehr wahrscheinlich, dass der Familien-Mensch Heinrich Kapperer diesen Ehrentag im Kreise seiner Familie genießt. Es könnte aber auch sein, dass er sich mit seinen Stammtischbrüdern in der Schlosswirtschaft trifft, was jeden Sonntag zu seinem Pflichtprogramm zählt.