Mysteriöser Knochenfund neben Feuerwehrhaus bei Schwandorf alarmiert die Polizei

Von Jan Lange, Martin Kellermeier · 6. März 2024 um 17:36

Während die Kinder der Fronberger Grundschule auf dem Pausenhof spielten, machte wenige Meter weiter ein Rathausmitarbeiter einen mysteriösen Fund. Auf der Brachfläche neben dem Feuerwehrhaus hatte er am Mittwoch einen Knochen entdeckt, der vermutlich von einem menschlichen Schädel stammt. Nun ermittelt die Kripo.

Der Fund kommt zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt: Mitte nächster Woche sollen auf dem Grundstück in Fronberg, wo das vermeintliche Schädelteil gefunden wurde, die Arbeiten für den Anbau des Gerätehauses starten.

Augenhöhlen und Nasenbein sind erkennbar

Aus diesem Grund hatte der Rathausmitarbeiter die Fläche nochmals begutachten wollen. Dabei stieß er am Boden unter abgestorbenem Gestrüpp auf ein größeres Knochenteil. Dieses lässt Rückschlüsse auf einen menschlichen Schädel zu. Wenn man es genauer begutachtet, kann man die Augenhöhlen und vermutlich auch das Nasenbein erkennen.

Der Rathausmitarbeiter handelte sofort und schickte einem Bekannten, der bei der Polizei arbeitet, ein Foto. Der Beamte empfahl ihm sogleich, eine offizielle Meldung zu machen. Wenig später sicherte eine Streife der Polizeiinspektion Schwandorf das Knochenteil. Dieses soll nun der Kripo zur weiteren Untersuchung übergeben werden. Dabei soll unter anderem geklärt werden, ob es sich um einen menschlichen oder einen tierischen Knochen handelt.

Hat ein Tier das Schädelteil am Friedhof ausgegraben?

Wie das Teil auf das Areal kam, ist noch unklar. Fest steht laut dem Rathausmitarbeiter jedoch, dass sich auf der Fläche weder ein Friedhof noch ein Bodendenkmal befunden haben. Eventuell könnte auch ein Tier das vermeintliche Schädelteil am benachbarten Friedhof ausgegraben und verschleppt haben.

Ob der Fund auf die geplante Baustelle Auswirkungen hat, ist ebenso noch ungewiss. Auf der Fläche soll der Anbau für die Fronberger Feuerwehr entstehen. Hintergrund der Maßnahme sind die Ausmaße der neuen Feuerwehrfahrzeuge, die für die Wehr beschafft werden sollen. Sie passen laut Stadt einfach nicht mehr in die bestehende Halle. Zudem fehlten Umkleide- und Duschmöglichkeiten für die weiblichen Einsatzkräfte.

Bauzäune versperren den Zutritt auf das Gelände, wo der Angestellte der Stadt die Entdeckung machte. Foto: Martin Kellermeier