Klebl reagiert in Neumarkt auf Anwohnerproteste und will statt Wohnungen Büros bauen

Das Unternehmen Klebl will in Neumarkt nun doch keine Wohnanlage mit 38 Wohnungen hinter dem Neuen Markt bauen. Stattdessen plant das Bauunternehmen, ein Verwaltungsgebäude zu errichten. Das hat auch Folgen für die Größe des Gebäudes.
Das erklärt Klebl in einem Schreiben an die Anwohner. Von diesen hatten einige in der Vergangenheit scharfe Kritik an dem Projekt geübt. Eine zu enge und zu hohe Bebauung waren zentrale Kritikpunkte. Noch dazu befürchten Anwohner wie auch an anderen Stellen in der Stadt, wo nachverdichtet wird, einen erhöhten Verkehr samt Parkproblemen.
Aufgrund der vorgebrachten Einwendungen und Anregungen habe man das Projekt überarbeitet, erklärt Klebl in dem Schreiben an die Anwohner. Das Bürogebäude soll in Teilen ohne viertes Geschoss auskommen. Am Kanalweg sei der Baukörper teils ganz zurück gesetzt, sagt Klebl. Insgesamt schrumpft das Gebäude dadurch von 3200 Quadratmeter Nutzfläche auf rund 2500 Quadratmeter. Das Gebäude wird kleiner, die Parkplätze werden laut Unternehmen hingegen mehr.
Büroräume zu bauen, lohnt sich laut Klebl mehr
Für die Anwohner bringe die neuen Pläne für ein Bürogebäude den Vorteil, dass es abends und an Wochenende weniger Verkehrsbelastung gebe, erklärt Klebl. Unter der Woche ist diese aus Sicht des Unternehmens gering, „da Beschäftigte und Besucher den gut ausgebauten öffentlichen Personennahverkehr nutzen könnten“.
Dass es die Pläne geändert hat, führt Klebl aber auch auf zwei weitere Punkte zurück: Zum einen sei eine wirtschaftliche Vermietung von Neubauwohnungen zu marktüblichen Mietpreisen nur noch schwer darstellbar, erklärt Gregor Frank, kaufmännischer Leiter bei Klebl. Zum anderen bestünden erhebliche Bedarfe an Büro-, Verwaltungs- und Praxisflächen. Es gebe bereits Anfragen potenzieller Mieter.
Agentur für Arbeit in Neumarkt könnte ein Mieter von Klebl sein
Einer davon könnte die Agentur für Arbeit sein, die aktuell noch in der Mariahilfstraße in einem in die Jahre gekommenen Gebäude beheimatet ist. Wie Frank erklärt, verschaffe sich die Agentur wie auch andere Interessenten derzeit einen Eindruck. Ein Mietvertrag sei aber noch nicht unterschrieben.
Denn noch ist es etwas hin, bis das Gebäude steht. Aktuell stecken die Pläne noch in der Genehmigungsphase. Die Stadt ist nun am Zug, den Bebauungsplan zu überarbeiten und zu genehmigen. Ist das geschehen, geht Gregor Frank von zehn bis zwölf Monaten Bauzeit aus.