„99 Prozent Musik, ein Prozent Wasser“: Nittendorfer (65) hat 2000 Konzerte besucht

Von Jonas Raab · 5. März 2024 um 14:52

Vom Donautal bis in den Tangrintel – der Landkreis Regensburg ist so abwechslungsreich wie seine Bewohner. Wir wollen in unserer Serie „20 Fragen an ...“ diese Vielfalt abbilden. Diesmal beantwortet sie Musikliebhaber Alois C Braun aus Nittendorf.

„99 Prozent Musik, ein Prozent Wasser“: So beschreibt sich Alois C Braun aus Nittendorf. Rund 400 Konzerte hat der Pollenrieder in seinem Leben gespielt. Mit seiner Band, einem bairisch-spanischsprachigem Trio, tourte er durch die Welt.

Als Musikjournalist interviewte der 65-Jährige Rock- und Popgrößen, beispielsweise Mick Fleetwood oder Ian Gillan. Nach einem Herzinfarkt und zwei Bypässen im Jahr 2012 trat Braun kürzer. Jetzt ist er in Rente. Im Juli werden es 50 Jahre, seit er sein erstes Rockkonzert besucht hat: Suzu-Quatro im Quelle-Zelt am Donau-Einkaufszentrum. Ende Januar war der Musikfan nun auf seinem 2000. Konzert. CoreLeoni spielte in Burglengenfeld.

„20 Fragen an 20 Menschen aus dem Landkreis“: So beantwortet Sie Alois C Braun

1. Nittendorf in drei Worten ...

Ich habe alles.

2. Ich lebe in Nittendorf seit...

1991. Ich bin damals aus München weggezogen und habe hier eine Wohnung bekommen. Dass ich seit 33 Jahren hier bin, zeigt: Es war richtig.

3. Mein Lieblingsplatz in Nittendorf ist ...

mein Ortsteil, Pollenried. Ich bin hier gleich in der Natur – oder gleich auf der Autobahn.

4. In Nittendorf fehlt mir ...

ein kürzerer Bustakt, eine bessere Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

5. Dafür gibt es im Landkreis ein bisschen viel ...

Verkehr. Der wäre bestimmt weniger, wenn es mehr öffentliche Verkehrsmittel gebe.

6. Als Landrat würde ich...

den öffentlichen Verkehr radikal ausbauen, das Angebot erweitern.

7. Man merkt, dass ich aus Nittendorf komme, weil...

ich den entsprechenden Dialekt spreche. Dass ich Oberpfälzer bin, kennt jeder.

8. Mein liebstes Dialekt-Wort lautet ...

Schwoam mas obe. Ich habe mit zwei Latinos, die nicht Deutsch sprechen, Musik gemacht. Wir haben ein Lied auf Bairisch gesungen. Da ging es um Biergärten. Als die beiden auf der Bühne „Schwoam mas obe“ gesagt haben, haben alle geschaut.

9. Glücklich macht mich, dass ...

mir das Herz aufgeht, wenn ich eine Platte auflege. Ich habe in meinem Leben wahnsinnig viel erlebt, egal ob durch die Musik oder auf Reisen.

10. Das Spannendste, das mir in Nittendorf passiert ist, ...

die Entwicklung in der Grundversorgung zu sehen. Als ich nach Pollenried gezogen bin, war hier nichts. Jetzt habe ich einen Aldi und einen Lidl in fußläufiger Entfernung..

11. Mein größter Fehler ist ...

Perfektionismus. Ich will perfekt sein, aber keiner ist perfekt – und das regt mich auf.

12. Diese Menschen würde ich gerne treffen ...

Die Erbauer der Pyramiden. Dann wüsste ich endlich, wie die das damals angestellt haben.

13. Zur Stadt Regensburg fällt mir als erstes ein ...

Lange Geschichte, tolle Plätze.

14. Diese regionale Spezialität sollte man mal probiert haben ...

Bratwürste aus der Wurstkuchl. Mit dem Schwarzer Kipferl schmecken die einfach gut.

15. Der schönste Biergarten weit und breit ist ...

Der Spitalgarten, weil man von dort einen wundervollen Blick auf Regensburg hat. Eine Zeit lang war es der Kneitinger Keller am Galgenberg. Als sie die Brauerei weggerissen haben, hatte man einen perfekten Blick auf die Altstadt, bis die Studentenwohnheime gebaut wurden.

16. In Nittendorf lebt es sich besser als in Regensburg, weil ...

hier weniger Leute unterwegs sind und ich schneller in der Natur bin. Ich fühle mich hier freier.

17. Die Gelbe Tonne ist für den Landkreis...

unwichtig. Für mich wird immer noch viel zu wenig recycelt. Der Müll wird trotzdem verbrannt.

18. Diese Schlagzeile würde ich in der MZ gerne über mich lesen ...

Alois C Braun im Alter von 100 Jahren total glücklich gestorben.

19. Diese Veranstaltung im Landkreis würde ich nie verpassen ...

Kultursommer in Nittendorf.

20. Im Jahr 2050 wird Regensburg ...

Hoffentlich alle Ziele erreicht haben, die die Menschen glücklich machen.