Von McDonald’s bis Edeka: Bürgermeisterin über Wunsch und Wirklichkeit in der Kagerstraße

Von Bastian Schreiner · 2. März 2024 um 05:00

Seit Bürgermeisterin Alexandra Riedl in der Januar-Sitzung verkündet hat, dass sich McDonald’s an der Kagerstraße Nord ansiedeln wird und Edeka zurückkommen will, hat sich eine lebhafte Diskussion entwickelt. In sozialen Netzwerken gab es auf der einen Seite Lob. Bürger haben aber auch eigene Wunschlisten für Geschäfte eingestellt und die Pläne der Stadt kritisiert.

Im Stadtrat nutzte die Bürgermeisterin nun die Gelegenheit, Stellung zu beziehen und auf Kritikpunkte zu reagieren. Ihren Schritt erklärte sie unter anderem damit, dass es auf Facebook 230 Kommentare gab und sie deshalb Vorhaben und Entscheidungen näher beleuchten möchte. „Wir haben alle Bereiche abgefragt und sehr viele Gespräche geführt“, sagte sie zu Beginn.

H&M oder New Yorker nur in größeren Städten

Viele hätten sich H&M oder New Yorker gewünscht, so Riedl. Bekleidungsgeschäfte wie diese hätten aber kein Interesse an Roding, da die Stadt zu klein sein. „Die möchten nur in Städte wie Regensburg“, so Riedl.

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Auch ein Baumarkt werde immer wieder gefordert. „Den hätten wir“, betonte sie. Wie bereits im Frühjahr 2023 bekannt geworden war, soll sich wohl der Baudiscounter Baudi – die nächstgelegene Filiale befindet sich in Neunburg vorm Wald – auf einer Fläche von maximal 2000 Quadratmetern ansiedeln.

Rege diskutiert werde im Internet außerdem über Fast-Food-Restaurants. Im Januar lüftete die Bürgermeisterin das Geheimnis, dass McDonald’s eine Filiale vor den Toren der Stadt eröffnen möchte. Das wäre dann nach Cham und Furth im Wald insgesamt die dritte im Landkreis. „Einige Bürger hätten lieber Burger King. Aber über Geschmack lässt sich ja streiten“, meinte Riedl mit einem Augenzwinkern. Klar sei, dass McDonald’s nach Roding will und gerade die Jugend ein solches Angebot wolle. „Das ist eine wichtige Sache“, so Riedl.

Der Forderung, das Areal an der Kagerstraße für Wohnraum zu nutzen, erteilte sie eine Absage. „Ist das wirklich der beste Platz dafür?“, fragte sie. Der Stadt sei natürlich bewusst, dass dringend Wohnraum gebraucht wird. Dieser solle deshalb im Zuge der Erweiterung der Industriegebiets in Oberkreith entstehen (wir berichteten). Firmen brauchen Wohnungen für ihre Fachkräfte, der Bedarf sei riesig, so Riedl.

Was ist mit Kino, Disco oder Bar?

Gefragt haben Bürger auch nach einem Sportgeschäft. „Bis vor Kurzem hatten wir noch ein Sportgeschäft in Roding“, so Riedl. Deshalb stellte sich die Situation aufgrund der Konkurrenzsituation nicht. Ob sich das nun ändere, wisse sie nicht.

Immer wieder ins Spiel gebracht werden eine Disco, eine Bar und ein Kino. Mit Blick auf den Bebauungsplan ist eine solche Ansiedlung möglich. Sie habe in den vergangenen zwei Jahren mit mehreren Disco-Betreibern gesprochen – doch bislang ohne Erfolg. Das Weggeh-Verhalten habe sich seit Corona verändert, hätte sie oft als Antwort erhalten. Auch ein Kino sei nicht realisierbar. Ziel, so Riedl, sei aber weiterhin, etwas für die junge Generation an Land zu ziehen.

Ferner werde munter über die Supermärkte diskutiert. Geplant sei aktuell, dass Edeka, Lidl und dm nach Roding kommen wollen. Die Stadt habe als Mittelzentrum einen Versorgungsauftrag, sagte Riedl. Wie und wann es in der Kagerstraße Nord weitergeht, hängt auch von der Entscheidung der Regierung der Oberpfalz ab.