Gemeinderat Sengenthal vergibt fünf Aufträge für Fachplanungen

In einer außerordentlichen Sitzung am Dienstag hat der Gemeinderat Sengenthal im Rahmen des Vergabeverfahrens fünf Fachplanungen für die Mensa an Fachplaner vergeben. Die Kosten hierfür betragen über 950 000 Euro. Wie geht es nun weiter?
Stephanie Utz vom Unternehmen Sinnwerkstadt Regensburg begleitet seit Beginn das Vergabeverfahren.
Sie berichtete dem Gemeinderat, dass aus der Vielzahl der Bewerbungen in mehreren Stufen für die fünf Fachplanungen jeweils drei Büros herausgefiltert worden seien. „Anhand einer Matrix hat ein Gremium die 15 ausgewählten Büros auf Leistungsfähigkeit, Qualität, Erfahrungen, Honorarsätze und mehr hin durchleuchtet und mit Punkten bewertet“, erklärte Utz. Maximal seien 500 Punkte möglich gewesen. Auch Gespräche seien mit den Büros geführt worden. Utz: „Die erreichte Punktezahl war dann auch Grundlage für die abschließende Bewertung und Entscheidung im Gemeinderat“.
Die Aufträge für die Mensa Sengenthal im Einzelnen
Die Beschlüsse aus der nicht öffentlichen Sitzung gab Bürgermeister Werner Brandenburger bekannt. Demnach wurde die Fachplanung für Heizung, Sanitär und Lüftung an das Unternehmen Hubert + Freihart aus Eichstätt zum Angebotspreis von 390229 Euro vergeben. Die Firma Arzenheimer Elektrotechnik aus Eichstätt erhielt die Fachplanung für Elektro zum Angebotspreis von 323583 Euro. Der Auftrag für die Planung Bauphysik ging an die Firma Drees & Sommer in München zum Preis von 48653 Euro. Das Ingenieurbüro Braun + Haas aus Neumarkt erhielt den Planungsauftrag fürs Tragwerk zum Preis von 176202 Euro und den Planungsauftrag für Brandschutz für 20308 Euro.
Die beauftragten Büros würden nun ihre Planungen bis zur Leistungsphase drei vorantreiben sowie exakte Kostenberechnungen anstellen, informierte Brandenburger. Gleichzeitig würden mit der Förderstelle an der Regierung der Oberpfalz Fördermöglichkeiten abgestimmt.
Gemeinderat behält die Kontrolle
Nach Kenntnis genauer Kosten und staatlicher Förderung werde der Gemeinderat erneut entscheiden, ob das Bauvorhaben weiter vorangetrieben werden soll, die Genehmigungsplanung erstellt und der Förderantrag auf den Weg gebracht werden sollen, informierte Brandenburger.
In weiteren Schritten sollen dann die Ausschreibung und schließlich die Vergabe der Bauleistungen erfolgen – immer in Abstimmung mit der Förderstelle. Bei den einzelnen Schritten ist immer wieder die Entscheidung des Gemeinderats gefragt, hieß es.
Brandenburger setzt Zeitrahmen bis Ende 2027
„Bis Ende 2027 muss das Großprojekt Mensa auf alle Fälle abgeschlossen sein“, betonte Bürgermeister Brandenburger.
Nach den bisherigen Berechnungen belaufen sich die Baukosten für die Mensa laut Brandenburger auf zwölf Millionen Euro. Dazu würden noch Planungsleistungen – angefangen von der Grundlagenermittlung bis hin zur Bauabwicklung – von insgesamt drei Millionen Euro kommen.