Cham steht auf für Demokratie – 4500 Demonstranten auf dem Volksfestplatz

Von Johannes Schiedermeier · 17. Februar 2024 um 17:40

Rund 4500 Menschen aus dem ganzen Landkreis haben sich laut Schätzung der Veranstalter am Samstag auf dem Volksfestplatz versammelt. Sie demonstrierten mit Bannern und Plakaten unter dem Motto „Cham ist bunt“ für die Demokratie. Nach fast zwei Stunden verließen sie den Platz mit einem klaren Auftrag: Heimzugehen und jeder an seinem Platz einzutreten für die Werte der Republik und ihres Grundgesetzes.

Schon eine halbe Stunde vor Beginn der Veranstaltung kamen die ersten auf den Volksfestplatz. „Hubert, wo bist Du heute?“, lautete ihre Inschrift auf Pappe. Da hatte wohl schon einer eine Vorahnung, dass der Freie Wähler-Chef diese Gesellschaft meiden würde. „Hitler wurde auch demokratisch gewählt“, hieß es auf den Schildern, oder: „Wenn die AfD die Antwort ist, wie dumm war dann die Frage?“ „Menschenrechte statt rechte Menschen“, forderte ein anderes Transparent.

Elf Redner am Pult

Der Beginn zog sich hin, weil viele zu spät kamen. „Wir mussten am Biertor parken“, erzählte ein Ehepaar. Das Organisationskomitee um Günther Lommer war zufrieden mit einem zu drei Vierteln gefüllten Volksfestplatz. „Es hat sich gelohnt“, erklärte Lommer, der die Kundgebung auf der Bühne moderierte. Elf Redner gingen ans Pult und beleuchteten den Wert der Demokratie aus ihrem ganz eigenen Blickwinkel (ausführlicher Bericht folgt).

Und Landrat Franz Löffler war nicht der Einzige, der den Demonstranten mit auf den Weg gab: „Stehen Sie für die Werte der Demokratie auf. Zuhören ist wichtig. Die Meinung sagen noch mehr. “ Löffler erinnerte an die letzte große Demonstration gegen die NPD auf dem Chamer Marktplatz: „Wenn wir damals nicht aufgestanden wären, dann hätten wir statt Campus und Berufsschule in der Badstraße eine Bezirkszentrale der NPD bekommen.“

Der Widerstand wächst, versprachen junge Familien mit einem Plakat am Kinderwagen.
Das Bild der Demonstranten war so bunt wie die Mischung der teilnehmenden Gruppierungen.
Organisator Günther Lommer freute sich über den Zulauf.