Mehrere hundert Fälle: Ex-Mitarbeiter klaute im Supermarkt regelmäßig E-Zigaretten

Er beklaute seinen eigenen Arbeitgeber – und das wahrscheinlich mehrere hundert Mal: Am Donnerstag stand ein ehemaliger Mitarbeiter eines Supermarkts im östlichen Landkreis vor dem Neumarkter Amtsgericht, weil er regelmäßig E-Zigaretten mitgehen ließ.
Über 300 Mal, so der Vorwurf der Staatsanwaltschaft, soll der 26-Jährige bei den E-Zigaretten im Bedienbereich der Kasse zugelangt haben. Dadurch soll ein Schaden von über 3000 Euro entstanden sein. Seinen Job im Supermarkt wurde er durch diese Vorfälle los.
Wie viele Fälle waren es wirklich?
Im Kern seien die Vorwürfe korrekt, ließ der Angeklagte über seinen Verteidiger erklären. Nur die exakte Höhe sei unklar, da der 26-Jährige teilweise die unterschlagenen Zigaretten hinterher bezahlt habe.
Nach einer Unterbrechung wurde das Verfahren auf mehr als 100 Fälle beschränkt, die der Angeklagte sicher gestehen konnte.
Richter Rainer Würth folgte schließlich dem Plädoyer der Staatsanwaltschaft und verurteilte den Mann zu einer Geldstrafe in Höhe von 2250 Euro, plus Wertersatz. Er berücksichtigte dabei die prekäre finanzielle Situation des Angeklagten sowie die Tatsache, dass dieser ohnehin bereits seinen Job verloren hat.
Zu seinen Lasten legte ihm der Amtsrichter allerdings den langen Zeitraum, in dem der Mann immer wieder E-Zigaretten unterschlagen hat, sowie den nicht unerheblichen Schaden.