Freiflächen-Solaranlage an der Bellstraße in Schwandorf geplant: Vorhaben sorgt für Kritik

Im Vorjahr hat der Anteil der Erneuerbaren Energien in Deutschland erstmals die Marke von 50 Prozent überschritten. Und er wird in den kommenden Jahren weiter steigen, denn vielerorts entstehen neue Photovoltaikanlagen. Auch im Schwandorfer Süden soll es bald eine zusätzliche Freiflächen-Solaranlage geben.
Geplant ist sie an der Bellstraße, auf der Freifläche gegenüber der Firma Benteler. Der Schwandorfer Bauverwaltung liegt ein entsprechender Antrag vor, wie in der jüngsten Bauausschusssitzung informiert wurde.
Der geplante Standort sorgte bei den Stadträten aber nicht nur für Freude. Als „Ressourcenverschwendung“ bezeichnete Stadträtin Marion Juniec-Möller (Grüne) das Vorhaben. Angesichts der Tatsache, dass es in der Großen Kreisstadt wenige freie Gewerbeflächen gebe, finde sie es schade, so die dritte Bürgermeisterin, auf einem solchen Filet-Grundstück eine Freiflächen-Solaranlage zu genehmigen. Ihrer Meinung nach bräuchten Photovoltaikanlagen keine derartige Infrastruktur wie sie an dem Standort an der Bellstraße vorhanden sei.
Oberbürgermeister Andreas Feller (CSU) erklärte, dass es mit dem Eigentümer zwei Gespräche gegeben habe. Dabei sei deutlich geworden, dass er die Freiflächen-Solaranlage auf seinem Grundstück wolle. Er habe kein Interesse, die Fläche zu verkaufen oder gegen eine andere zu tauschen.
Anlage ist im Gewerbegebiet zulässig
Klaus Boxhorn, Sachgebietsleiter Bauordnung, wies darauf hin, dass solche Anlagen in einem Gewerbegebiet zulässig seien, da es sich um einen Gewerbebetrieb handele. Auf die Nachfrage aus den Reihen der Stadträte, was man denn tun könne, um diese Anlage doch noch zu verhindern, erklärte er, dass ein Bebauungsplan erstellt werden könne, in dem die Nutzung der Flächen geregelt werde. Bis zu dessen Fertigstellung könne eine Veränderungssperre erlassen werden.
OB Feller vermutete, dass das Grundstück dann wohl weiterhin eine Ackerfläche bleibe.
Das Thema wird den Bauausschuss nicht zum letzten Mal beschäftigt haben.