Carolin Weitzer, Tanja Maier und Stefanie Pscherer trainieren heuer erstmals die Rötzer Garde

Von Stefanie Bauer · 5. Februar 2024 um 15:00

Wer der Rötzer Faschingsgarde beim Tanzen zusieht, kann kaum glauben, dass die Gruppe erst seit knapp zwei Monaten gemeinsam im Training ist, so wie sie da durch den Spiegelraum in der Turnhalle wirbelt.

Zum ersten Mal haben die drei Trainerinnen Carolin Weitzer, Tanja Maier und Stefanie Pscherer und die zehn Tänzerinnen sich Mitte Dezember getroffen, um die Gardetänze für den Fasching einzustudieren. „Das war relativ spontan“ sagt Carolin Weitzer und schmunzelt. Sie selbst wie auch die beiden anderen Trainerinnen sind ehemalige Gardetänzerinnen.

Normalerweise beginnt die Garde schon einige Monate früher mit dem Training. Als sie vom Faschingskomitee bei einer der ersten Versammlungen Ende des Jahres gefragt worden sei, ob sie erstmals diese Aufgabe übernehmen würden, stand eine Zusage außer Frage, denn: Eine Althistorische Fasenacht ohne Faschingsgarde – das ist einfach undenkbar, da sind die drei sich einig.

Erfahrung im Tanzen

Man merkt, dass nicht nur die Trainerinnen, sondern auch die Tänzerinnen, die zwischen 15 und 20 Jahren jung sind, keine Neulinge sind: Sie alle haben entweder schon bei Judith Pregler getanzt, die die Garde zwanzig Jahre lang trainiert hatte, oder sind Mitglied in anderen Tanzgruppen in Cham – neun der zehn Mädels sind aus Rötz und dem Umland, eines ist eine Freundin einer der Tänzerinnen aus Cham.

Zehn Tänzerinnen seien für die Faschingsgarde auch das absolute Minimum, sagt Carolin Weitzer. Mehr wären natürlich besser gewesen, doch wenn man bedenkt, wie sportlich nicht nur das Training, sondern auch der Zeitplan für das Zusammenstellen der Gruppe war, kann man durchaus zufrieden sein. „Man merkt, dass sie alle schon Garde- oder Tanzerfahrung haben“, sagt die Trainerin anerkennend.

Deshalb sei das Einstudieren der beiden Gardetänze auch sehr schnell gegangen. Diese habe man ebenfalls von Judith Pregler übernehmen und neu interpretieren können. Auch die klassische Gardeuniform in den Stadtfarben, die Kostüme in rot und weiß mit den weißen Stiefelchen, habe man übernehmen können, sie seien von Anita Pregler angepasst worden. Zwei kleine Nachwuchstänzerinnen schauen ebenfalls beim Training zu und tanzen auch schon ein bisschen mit: Linda und Anna sind beim großen Faschingszug am Faschingsdienstag mit dabei und deshalb auch schon mit passenden rot-weißen Kostümen ausgestattet.

Die Premiere begeisterte

Dann hat auch die Rötzer Faschingsgarde ihren großen Auftritt nach dem Faschingszug, auf dem Marktplatz, wo das bunte Faschingstreiben stattfindet, und später beim Kehraus im Fürstenkasten.

Ein Mal pro Woche trifft die Gruppe sich immer sonntagabends im Spiegelraum der Turnhalle zum Trainieren. Die Premiere hatte die Rötzer Faschingsgarde bereits beim Brettlhupferball der Skiabteilung des 1. FC Rötz am 27. Januar, sie zeigte dort die beiden Gardetänze, eine Zugabe und begeisterte mit ihrem Auftritt.

Auch beim Judoball des 1. FC Rötz am Faschingssamstag und beim Rosenmontagsball von SV und KLJB Bernried, beide im Fürstenkasten, hat man vor dem großen Höhepunkt, der Althistorischen Rötzer Fasenacht am Faschingsdienstag, noch einmal die Gelegenheit, sich Auftritte der Rötzer Garde anzusehen. Nicht nur die Trainerinnen und die Tänzerinnen freuen sich, dass diese Rötzer Tradition 2024 fortgesetzt werden kann – sondern auch alle Faschingsbegeisterten aus nah und fern.

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