Nachfrage nach E-Autos bricht ein: Das sagen Regensburgs Global Player Vitesco und BMW

Von Christian Eckl · 3. Februar 2024 um 11:00

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) rechnet mit einem Rückgang der Nachfrage für Elektrofahrzeuge in Deutschland. doch wie betroffen sind die Regensburger Global Player BMW und Vitesco?

VDA-Chefvolkswirt Manuel Kallweit rechnete insgesamt mit einem Rückgang von einem Prozent auf 2,8 Millionen Fahrzeugen, die in Deutschland 2024 voraussichtlich verkauft werden. „Dabei gehen wir von einem niedrigeren Absatz von Elektro-Pkw aus“, so Kallweit. 635000 Elektrofahrzeuge würden voraussichtlich abgesetzt, ein Rückgang um neun Prozent. Zurückgegangen ist auch das Vertrauen der Deutschen in die Elektro-Mobilität. Laut einer Umfrage der Deutschen Automobil Treuhand (DAT) könnten sich derzeit nur 39 Prozent der Befragten vorstellen, in den kommenden fünf Jahren auf ein E-Auto umzusteigen. 34 Prozent lehnten dies grundsätzlich ab.

BMW in Harting setzt voll auf E-Mobilität

Bei BMW in Harting verweist man auf Erfolge und damit auf steigende Absatzzahlen für Elektroautos, die von der BMW-Group kürzlich publiziert wurden. Knapp 377000 vollelektrische Fahrzeuge wurden demnach im Vorjahr abgesetzt. Das sei eine Steigerung um knapp 75 Prozent. „2024 soll mindestens jeder dritte BMW aus den bayerischen BMW Group Fahrzeugwerken ein Elektroauto sein“, heißt es weiter. Das gelte auch für Regensburg.

„Bei der inländischen Produktion von Elektro-Pkw geht der VDA von einer weiteren Steigerung in 2024 aus“, sagte Simone Geldhäuser, Sprecherin beim Elektromotoren-Entwickler Vitesco mit Sitz in Regensburg. Und weiter: „Wir gehen davon aus, dass trotz aktueller Nachfrageschwankungen bei Elektrofahrzeugen in Deutschland, der Weltmarkt robust bleibt und weiter steigt.“ Und weiter: „Wir haben in allen wichtigen Welt-Regionen Aufträge für unser gesamtes Elektrifizierungsportfolio erhalten.“