Vier-Sterne-Resort am Klausensee in Schwandorf kann gebaut werden: Bald sollen die Bagger anrollen

Von Jan Lange · 31. Januar 2024 um 19:00

Jetzt soll alles ganz schnell gehen: Für das geplante Vier-Sterne-Resort am Klausensee in Schwandorf liegt die Baugenehmigung vor. Mit der Werkplanung habe das Architekturbüro Mundel bereits begonnen und in wenigen Wochen soll die Ausschreibung der Gewerke für das neue Hotel erfolgen.

Darüber informierte jetzt Projektleiter Rupert Atzberger von der AIM-Gruppe aus Passau. Er rechnet damit, dass der Bau noch in der ersten Jahreshälfte 2024 starten kann. „Wann der genaue Baubeginn erfolgen kann, hängt noch von der Witterung und von den ausführenden Firmen ab“, sagt Atzberger. Etwa ein Jahr Bauzeit haben sich die Investoren gegeben, dann soll das Hotel seinen Betrieb aufnehmen – das wäre in der ersten Jahreshälfte 2025.

Umplanungen notwendig

Zum ersten Planentwurf seien einige Änderungen nötig gewesen, sagt Atzberger. Er lobt die sehr guten Abstimmungsgespräche mit der Schwandorfer Stadtverwaltung.

Das Hotel habe in der ersten Idee noch teilweise außerhalb des Baufensters, also jener Fläche, auf der gebaut werden darf, gelegen. Der Entwurf sei so angepasst worden, dass er mit dem bestehenden Bebauungsplan konform ist. „Nun sind alle Belange berücksichtigt, so dass einer raschen Umsetzung nichts mehr im Wege stehen dürfte“, so Atzberger.

Das Gesamt-Areal umfasst eine Fläche von weit über 190.000 Quadratmetern. Auf dem werde einiges geboten, verspricht Atzberger.

Das Vier-Sterne-Hotel soll 94Zimmer haben und in nachhaltiger Holzbauweise errichtet werden. Dafür muss aber die bisherige Seeklause weichen. Darüber hinaus wird es ein Restaurant und Café sowie ein Fitnessstudio mit mehr als 420 Quadratmetern Trainingsfläche geben.

2000 Quadratmeter groß

Bestandteil des Projektes ist ebenso eine Gesundheits-Therme mit einer Größe von mehr als 2000 Quadratmetern, die mit verschiedenen Wasserangeboten einiges zu bieten habe und bei der Ruhe und Relaxen im Mittelpunkt stehe, so Atzberger weiter. Die Planungen umfassen daneben einen Extra-FKK-Sauna-Bereich mit diversen Attraktionen sowie einen großen Massage- und Spa-Bereich.

Sowohl die Gesundheits-Therme wie auch der Extra-FKK-Sauna-Bereich und der Massage-/Spa-Bereich sollen nicht nur den Gästen des Hotels, sondern ebenso Tagesbesuchern zugänglich sein, bestätigt der Projektleiter. Damit sei das Resorts mit all seinen Angeboten auch für Tagesgäste eine gute Adresse für Erholung, Gesundheit und Sport, findet er.

Trotz der zahlreich geplanten Wasserangebote im Hotel, bleibt der bereits seit Jahrzehnten genutzte Naturbadesee mit Sandstrand in Art und Größe erhalten und wird mit einer großen Sonnenterrasse, Kiosk und Gastronomie erweitert. Er wird wie gewohnt über einen eigenen Eingang für alle zugänglich sein, versichert Atzberger.

Bisherige Räumlichkeiten der Wasserwacht sind marode

Zur Absicherung des Badevergnügens wird ein neues Badeaufsichtsgebäude errichtet, kündigt der Projektleiter an. Es soll für Vereine ein neuer Treffpunkt werden. Die bisherigen Räumlichkeiten der Wasserwacht würden baulich nicht mehr den heutigen Anforderungen genügen, findet der Projektleiter.

Die bestehenden Parkplätze bleiben erhalten und werden den künftigen Anforderungen angepasst. So stehen dann mehr als 430 Pkw-Stellplätze und mehr als 150Fahrradstellplätze zur Verfügung. „Auch an Ladestationen wird es natürlich nicht mangeln“, gibt er einen Ausblick.

Im Einklang mit und in der Natur eine perfekte Kombination zu finden, sei die Herausforderung für die Entwickler und Initiatoren dieses ambitionierten Projektes gewesen, meint Atzberger.

Das neue Spa-Resort mit seinen Angeboten gebe es in der gesamten Region so nicht, so Atzberger. Und er hofft, dass es für Einheimische sowie das gesamte Umland zum neuen Anziehungspunkt wird. „Urlaub zu Hause“ werde inmitten der Natur möglich sein, steht für den Projektleiter fest.

Neuer Betreiber: interSPA-Gruppe aus Stuttgart

Als Betreiber des Wonnemar-Resorts Klausensee steht schon die interSPA-Gruppe aus Stuttgart fest. Sie ist seit 28 Jahren am Markt aktiv und beschäftigt mittlerweile mehr als 700 Angestellte. Weitere Standorte der interSPA-Gruppe gibt es unter anderem in Wismar, Sonthofen, Stuttgart, Schwerin und Bad Sachsa. Beim Angebot an Übernachtungsmöglichkeiten gebe es Luft nach oben, ist der bisherige Leiter des Schwandorfer Tourismusbüros, Johannes Lohrer, überzeugt.

Aus dem Grund planen die Investoren vom Klausensee zusätzlich Ferienhäuser. Damit sei man aber noch in der Planung beziehungsweise Abstimmung mit den Behörden, so Atzberger. Es soll künftig möglich sein, solche Naturhäuser zu mieten oder zu kaufen, blickt er schon mal in die Zukunft. „Dies ist für alle interessant, die gerne am Wasser sind und ihren Hobbys in der Natur nachgehen wollen“, sagt er.

Ein Blick in ein künftiges Hotelzimmer Foto: Planung und Projektierung MundelArchitekten
Auch ein Saunabereich soll entstehen. Foto: Planung und Projektierung MundelArchitekten