Bauschäden: Lehrschwimmhalle Mainburg ist ab Mittwoch auf Dauer geschlossen

Das Mainburger Hallenbad ist ab Mittwoch (31. Januar) dauerhaft geschlossen: Aufgrund „teils massiver baulicher Schädigungen“ hat Landrat Martin Neumeyer als „Hausherr“ diese Eilentscheidung getroffen. Dies teilte das Landratsamt Kelheim am Dienstag mit.
Vom 15. bis 19. Januar fand in der landkreis-eigenen Lehrschwimmhalle, die sich am Gelände des Schulzentrums befindet, eine neuerliche bauliche Überprüfung statt. Diese habe so gravierende Mängel und Schäden aufgezeigt, dass „aus Sicht der Tragwerksplanung eine weitere Nutzung nicht mehr verantwortet werden“ könne: „Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass einzelne tragende Elemente kurzfristig versagen. Uns bleibt deshalb keine andere Möglichkeit als diesen Schritt zu gehen“, wird Landrat Martin Neumeyer in der Pressemitteilung zitiert.
Sicherheit der Bürger habe Priorität
Alle Sprecher der im Kreistag vertretenen Fraktionen stünden hinter dieser Schließung. „Die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger hat höchste Priorität und ist wichtiger als alle weiteren Interessen“, so Neumeyer. Die Stadt Mainburg sowie die Verantwortlichen der Schulen und Vereine, die die Lehrschwimmhalle nutzen, seien bereits informiert.
Mit der Eilentscheidung kommt das Aus für das etwa 50 Jahre alte Hallenbad Mainburg einige Monate früher als geplant: Schon ein früheres Gutachten hatte einen Betrieb nur noch „bis maximal 30. Juni 2024 statisch freigegeben“, erinnert das Landratsamt. Wie berichtet, berät die Kreispolitik schon seit Jahren über einen Neubau einer Lehrschwimmhalle, ebenfalls in Nachbarschaft von Mittel-, Realschule und Gymnasium Mainburg und in Kooperation mit der Stadt Mainburg. Einen ersten Vorentwurf hierzu hatte Mitte Dezember 2023 das Architekturbüro Krieger (Velbert) im Kreisausschuss vorgestellt. Das Gremium hatte allerdings schon zuvor die Entscheidung über das weitere Vorgehen an den gesamten Kreistag abgegeben – nicht zuletzt mit Blick auf die finanzielle Dimension eines Neubaus: Die erste, grobe Kostenschätzung beläuft sich - inklusive Preissteigerungs-Rate bei einer Realisierung bis 2027 – auf bis zu 22 Millionen Euro.
Kreistag Kelheim berät am 5. Februar über Neubau
Der Kreistag ist nun am Montag (5. Februar) am Zug: In der um 14 Uhr beginnenden, öffentlichen Sitzung werden sowohl die Begutachtung des alten Bads als auch die Pläne und Kostenprognose für den Neubau vorgestellt; dann muss das Plenum entscheiden, ob die nächste Leistungsphase (3) beauftragt wird, also die Entwurfsplanung.