Im März eröffnet am Eingang zum Schwandorfer Marktplatz „Arabela’s Schnäppchenlader’l“

Nach etwas mehr als einem Jahr wird am Eingang zum Schwandorfer Marktplatz ein Leerstand beseitigt. An der Friedrich-Ebert-Straße 1, wo das Tascheneck residierte, soll bald ein Geschäft eröffnen – „Arabela’s Schnäppchenlader’l“. Die Inhaberin ist in Sportlerkreisen keine Unbekannte.
Jirina Kapol stammt aus Prag, lebt mit ihrer Familie aber schon eine gefühlte Ewigkeit in Schwarzenfeld. „1989 bin ich mit meinem Papa nach Deutschland geflohen, noch kurz bevor die Grenze geöffnet wurde“, erzählt die 52-Jährige. Inzwischen hat Jirina mit ihrer Familie in der Marktgemeinde längst eine zweite Heimat gefunden: „Alle vier Kinder sind hier geboren.“
Und in der Tischtennis-Szene hat der Name Kapol einen guten Klang. Bis hinauf zur Landesliga hat sie in verschiedenen Vereinen gespielt – unter anderem beim FC Schwarzenfeld, dem ASV Fronberg und der DJK Ettmannsdorf. Momentan trägt sie das Trikot des TV Wackersdorf – als Nummer eins in der 2. Herrenmannschaft, die in der Bezirksklasse B um Punkte kämpft.
Jirina Kapol hat einen eBay-Shop etabliert
Den Sprung in die Selbstständigkeit hat die gelernte Fachverkäuferin bereits früher gewagt. Ein Faible für Flohmärkte hatte die Familie schon immer, mit der Online-Plattform eBay bekam die Vorliebe für Kunst und Krempel, die Lust am Tauschen und Verkaufen, noch zusätzlich Auftrieb. Im Januar 2022 etablierte Jirina Kapol schließlich einen offiziellen eBay-Shop, der auch weiterhin bestehen soll.
Anfangs hat sich das kleine Unternehmen auf Amazon-Retouren spezialisiert, die palettenweise angekauft wurden. Das Problem dabei: „Man weiß, was drauf ist, aber nicht, in welchem Zustand“. Weil die Paletten laut Kapol immer teurer, die Qualität der Retouren zugleich immer schlechter wurde, verlegte man sich auf ein neues Geschäftsmodell. „Wir konzentrieren uns auf Restposten aus Geschäftsaufgaben. Da sind die Sachen neuwertig“, sagt Kapol.
Zum Online-Shop kam als zweites Standbein im Juni 2022 ein stationäres Geschäft an der Brauhausgasse in Schwarzenfeld dazu. „Wir haben uns einfach mal getraut und waren positiv überrascht, wie gut es gelaufen ist“, erzählt die 52-Jährige. Bis aus Oberviechtach oder Neunburg seien die Kunden gekommen. Doch inzwischen sei der Laden mit seinen vielleicht 80 Quadratmetern „einfach zu klein geworden“. Lager und Verkauf waren zudem räumlich getrennt.
Junge Leute zählen zur wichtigsten Zielgruppe im „Schnäppchenlader’l“
Auf der Suche nach einem neuen Standort habe man sich unter anderem deshalb für Schwandorf entschieden, weil die Stadt gut erreichbar sei und über zahlreiche Schulen verfüge. Denn junge Leute zählen zu einer der wichtigsten Zielgruppen im „Schnäppchenlader’l“. Die Geschäftsräume an der Friedrich-Ebert-Straße 1 sind zudem deutlich geräumiger. Schon das Lager im Untergeschoss ist so groß wie früher die ganze Verkaufsfläche.
Noch läuft der Umzug zwischen Schwarzenfeld und der Großen Kreisstadt, räumt Jirina den neuen Laden ein, fein säuberlich getrennt nach den einzelnen Sortimenten. Und von denen gibt es unzählige – Glückwunschkarten und Kindermode, Fahrradhelme und Wanduhren, Bilderrahmen oder Schleifenband am laufenden Meter.
Die Preise, alle grundsätzlich um zehn bis 15Prozent reduziert, reichen von ein, zweiEuro für japanische Puzzle-Radiergummis bis zum dreistelligen Betrag für einzelne Markenartikel. „Aber wir lassen mit uns handeln“, sagt Jirina Kapol. Die Eröffnung ist am Samstag, 2. März, geplant – mit Getränken und kleinen Snacks.