Campingplatz führt zu Diskussion: Betrieb soll um elf Mobilheime erweitert werden

Die erste Sitzung des Gemeinderats Bodenwöhr im aktuellen Jahr fand diesmal im Schulungsraum der Feuerwehr statt. Bei der Sitzung standen die Sanierung des Bahnhofs, die Nahwärmeversorgung und die Erweiterung des Campingplatzes im Mittelpunkt.
Bürgermeister Georg Hoffmann gab zunächst aus der Sitzung im November bekannt, dass das Architekturbüro Architekt + beratende Ingenieure Weber aus Ruhmannsfelden mit den Planungsleistungen für die Sanierung des Bahnhofs Bodenwöhr beauftragt wurde.
Die Leistungsphasen fünf bis neun werden mit 292.803,14Euro honoriert. Die bisherigen Fachplaner wurden weiter beauftragt. Hoffmann war in der damaligen Sitzung außerdem beauftragt worden, das Darlehen aus dem Angebot der LBS-Bausparkasse aufzunehmen um damit ein bestehendes Darlehen abzulösen. Ein Antrag zum Bau eines Doppelhauses mit Garage in der Bürgermeister-Wallinger-Straße fand im Gemeinderat keine Zustimmung. Das Einvernehmen wurde nicht erteilt, da das beantragte Doppelhaus nicht der Definition der Bauordnung entspricht.
Ausbau für Nahwärmeversorgung durch Genossenschaft
Außerdem können die nötigen Stellplätze nicht nachgewiesen werden. Keine Bedenken gab es gegen das Vorhaben der Energiedorf Neuenschwand eG. Sie möchte eine Hackschnitzelanlage als Heizzentrale ihrer Nahwärmeversorgung bauen. Hier wurde das Einvernehmen erteilt.
Eine größere Diskussion löste der Antrag des Campingplatzbetreibers Jochen Lutter aus. Er möchte seinen Betrieb um elf Mobilheime erweitern und diese als Ferien- oder Wochenendhäuser vermieten. Betroffen davon ist eine Fläche von etwa 2500 bis 3000 Quadratmeter seines insgesamt etwa 15000 Quadratmeter großen Campingplatzes.
Die Gemeinde steht dem Projekt grundsätzlich wohlwollend gegenüber, passt es doch in das gemeindliche Entwicklungskonzept. Voraussetzung für die weiteren Planungsschritte war zunächst der Abschluss eines Städtebaulichen Vertrags, in dem unter anderem geregelt wird, dass der Antragssteller die Kosten des Verfahrens trägt, wie das Vorhaben umgesetzt wird und dass dauerhaftes Wohnen am See ausgeschlossen ist.
Der Gemeinderat stimmte zu und ermächtigte Hoffmann, den Vertag abzuschließen. Damit war die Voraussetzung gegeben, dass die Räte – wiederum einstimmig – die Änderung des Flächennutzungsplans beschließen konnten. Auch die Aufstellung eines Bebauungsplanes wurde einstimmig beschlossen. Jetzt können die entsprechenden Pläne nach den Vorgaben des Landratsamts erstellt werden.
Kommandanten der FF Bodenwöhr bestätigt
Die FF Bodenwöhr hatte in ihrer Sitzung am Beginn des Jahres einen ersten und zweiten Kommandanten zu wählen. Michael Ziegler, der das Amt bisher schon innehatte, wurde ebenso im Amt bestätigt wie Stefan Wagner, der als zweiter Kommandant wiedergewählt wurde. Der Gemeinderat bestätigte die beiden Kommandanten in ihren Ämtern. Eine weitere Personalie wurde einstimmig beschlossen: Monika Bauriedl wurde zur Standesbeamtin der Gemeinde bestellt.