Zuwachs für hart umkämpften Markt: Lieferservice Wolt drängt nach Regensburg

Von Philip Hell · 28. Januar 2024 um 05:00

Die Lieferando-Fahrer mit orangenfarbenen Rucksäcken gehören schon lange zum Stadtbild, in den vergangenen Jahren kamen die pinken Flink-Auslieferer und die grünen Uber-Eats-Radler hinzu. Schon sehr bald brausen auch blaue Wolt-Fahrer durch die Stadt.

Der finnische Essens-Lieferservice wird am Dienstag in Regensburg loslegen, wie die Mittelbayerische exklusiv erfahren hat. Zum Start seien 40 Restaurants verfügbar, hieß es von Wolt. Das Liefergebiet umfasse zum Start die Innenstadt, das Ostenviertel, den Galgenberg, das Kasernenviertel, Stadtamhof und Reinhausen. Kunden können – wie bei den meisten anderen Lieferservices – über eine App bestellen.

Regensburger Lieferservice gab auf

Nun düsen vier Lieferdienste durch die Stadt. Auf dem Markt herrscht mithin ein großer Wettbewerb – erst vor wenigen Wochen gab der Regensburger Lieferservice „DeinButler“ auf. „Die Konkurrenz ist einfach zu groß geworden“, sagte Chef Daniel Pauer damals zur MZ.

Wie sehen die großen Lieferdienste den Regensburger Markt? Am längsten dabei ist Lieferando. Man sei in Regensburg „durchaus erfolgreich und zufrieden“, sagt ein Sprecher des Unternehmens. Insgesamt arbeite Lieferando mit rund 150 Restaurants in Regensburg zusammen. „Die Zahl wächst kontinuierlich“, so der Sprecher weiter. Vor rund einem Jahr kam Uber Eats nach Regensburg. Man sei mit der Entwicklung in Regensburg „sehr zufrieden“, sagt ein Sprecher des Essens-Lieferservices auf Anfrage. „Das sehen wir nicht nur an der stetig wachsenden Anzahl an Menschen, die sich mit unserer App Essen bestellen, sondern beispielsweise auch an der Anzahl an Restaurant-Partnern, die mit Uber Eats zusammenarbeiten.“ Auch Flink gibt sich optimistisch, der Lieferdienst ist seit rund zwei Jahren in Regensburg aktiv. Die pinken Fahrer liefern Supermarktwaren an die Haustür. Während die Firma in Passau den Betrieb eingestellt hat, steht das einem Flink-Sprecher zufolge in Regensburg nicht bevor. „Wir sind sehr zufrieden mit der Entwicklung, die unsere Filiale in Regensburg genommen hat. Wir blicken sehr positiv auf die kommenden Wochen und Monate.“

Zahlen von Uber Eats: Ein Regensburger ist besonders hungrig

Zur Zahl der Fahrer oder den Gewinnen will sich keines der Unternehmen äußern – dafür gewährt Uber Eats einen kleinen Einblick in das Bestellverhalten der Regensburger. In der Domstadt wird am häufigsten zwischen 18 und 19 Uhr am Sonntagabend bestellt. Dabei wird ein Domstädter besonders häufig beliefert, wie der Uber-Eats-Sprecher verrät: „Unser fleißigster Kunde in Regensburg brachte es in den vergangenen zwölf Monaten auf ganze 140 Bestellungen. Das macht 2,7 Bestellungen pro Woche.“ Ob der Kunde künftig auf Wolt setzt, bleibt abzuwarten.