Besuch am Sonntag: Neunburg ist heiß auf Bayern-Star Thomas Müller – Nabburg hofft auf Zwischenstopp

Von Jan Lange · 25. Januar 2024 um 19:00

750 Fans des FC Bayern München werden sich am Sonntag über ein Autogramm von Thomas Müller freuen. Neunburgs (Landkreis Schwandorf) Bürgermeister Martin Birner (CSU), selbst ein großer Fan des Rekordmeisters, hofft ebenfalls auf eine Unterschrift des Star-Kickers.

Im Goldenen Buch der Stadt wurde eine Doppelseite für den Eintrag von Thomas Müller vorbereitet. Auf der einen Seite ist ein farbige Zeichnung des Bayern-Stars samt der Silhouette von Neunburg zu sehen, auf der anderen ist der Anlass des Besuches samt Datum vermerkt. Hier kann Thomas Müller unterschreiben.

Witterung verhinderte Besuch in Nabburg

Dass sich der Nationalspieler und Topstar der Bayern im Gästebuch der Stadt verewigt, hatte auch Nabburgs Bürgermeister Frank Zeitler (CSU) gehofft. Allerdings bereits am 3.Dezember, dem ursprünglichen Termin für die Stippvisite des Fußballers. Auch in diesem Fall war die Seite bereits vorbereitet. Der Besuch musste aber bekanntermaßen aufgrund der Witterungsverhältnisse abgesagt werden. Am Sonntag wird er zwar nachgeholt – aber eben in Neunburg, weil die Nordgauhalle in Nabburg bereits belegt war.

Auf eine Unterschrift im Gästebuch hofft Bernd Hofmann, der Präsident des Bayern-Fanclubs Nabburg/Oberpfalz, dennoch. Er ist selbst Nabburger und seit mehr als 40 Jahren im Stadtrat engagiert. „Es tut in der Seele weh“, meint er mit Blick auf den nicht geglückten Eintrag im Goldenen Buch.

Beim FC Bayern angefragt

Dass es doch noch dazu kommen kann, ist nicht komplett ausgeschlossen. Bernd Hofmann hat beim FC Bayern angefragt, ob nach dem Fanclub-Besuch in Neunburg ein kurzer Abstecher nach Nabburg möglich sei. Die Entscheidung fällt in München. Bisher habe er noch keine Rückmeldung vom Rekordmeister, sagt der Präsident. Was aber dagegen schon feststeht: Die Veranstaltung am Sonntag ist restlos ausverkauft. Wer jetzt noch keine Karte hat, werde keine Chance haben, in die Schwarzachtalhalle zu kommen, so Hofmann.

Eigentlich sind für den Besuch eines Bayern-Fanclubs nur zwei bis zweieinhalb Stunden vorgesehen. Bei einer Gästezahl von 750 ist dieser Zeitrahmen schon sehr eng bemessen. Schließlich kommt Thomas Müller nicht nur in die Schwarzachtalhalle, um Autogramme zu geben. Es sind unter anderem auch eine Frage- und Antwortrunde, ein Publikumsquiz und eine musikalische Einlage geplant.

Dass dies nach hinten raus eng werden kann, hatte sich bereits vor einigen Jahren beim Besuch von Kingsley Coman gezeigt. Der Aufenthalt sollte nach der vorgegebenen Zeit abgebrochen werden, obwohl noch nicht alle Fans ein Autogramm bekommen hatten. Nach dem Einwand des Fanclub-Präsidenten schrieb Coman gern weiter Autogramme und so bekam doch noch jeder eine Unterschrift.

Nabburger Bürgermeister bleibt entspannt

Auch Thomas Müller ist als ein Spieler bekannt, der gern auf die Fans zugeht. Deshalb rechnet Bernd Hofmann damit, dass auch Müller jedem ein Autogramm geben wird – egal wie lange es dauert.

Das könnte für die Autogrammstunde vor Ort zutreffen. Ob er aber auch zu einem Abstecher nach Nabburg bereit ist, wird sich zeigen. Nabburgs Bürgermeister bleibt deshalb entspannt. „Ich werde nicht in tiefe Depressionen verfallen, weil Thomas Müller vielleicht nicht kommt“, meint Zeitler. Er selbst wird beim Fanclub-Treffen nicht dabei sein. Da zeitgleich in der Nordgauhalle das Ostbayerische Jugendgardetreffen stattfindet, wird Zeitler als Stadtoberhaupt daran teilnehmen.

Nabburg hofft auf Zwischenstopp des Profis

Ergebe sich aber die Gelegenheit, dass Thomas Müller doch kurz nach Nabburg kommt, dann würde Zeitler natürlich Zeit für den Star-Kicker finden. Gedanken darüber mache er sich aber erst, wenn tatsächlich feststehe, dass Müller auch nach Nabburg kommt, sagt der Bürgermeister. „Mein Glück hängt nicht an dem Eintrag“, sagt er.

Sollte eine Unterschrift im Gästebuch der Stadt nicht möglich sein, dann werde die entsprechende Seite auch wieder herausgenommen, erklärt er. Eines lehnt Zeitler entschieden ab: Er werde mit dem Gästebuch nicht nach Neunburg fahren, um sich dort die Unterschrift zu holen. „Es ist für Gäste gedacht, die unsere Stadt besuchen. Wir werden damit niemanden hinterherfahren.“

Drei Bälle und ein Trikot soll der Kicker ebenfalls signieren. Sie sollen dann für einen guten Zweck versteigert werden. Foto: Birner