Zigarettenautomaten weggeflext – Polizei fasst nach Coup in Laaber zwei Verdächtige

Sind der Polizei zwei Automatenknacker ins Netz gegangen? Reihenweise sind in und um Regensburg zuletzt ganze Zigarettenautomaten verschwunden – abgeflext, ausgeleert und entsorgt. Dank einer aufmerksamen Anwohnerin gelang der Zugriff.
Gegen 22 Uhr wählte eine 37-Jährige am Mittwoch den Notruf. Sie war Augenzeugin, wie zwei Männer in Laaber einen Zigarettenautomaten stahlen. Die Polizei rief sofort eine Großfahndung aus und konnte wenig später zwei Verdächtige stellen – sie könnten, so die Mittelung des Polizeipräsidiums Oberpfalz, für weitere Taten verantwortlich sein. „Wir prüfen mögliche Zusammenhänge“, bestätigte Polizeisprecher Matthias Gröger.
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Was die Frau dem Beamten am Telefon schilderte, passt auf jeden Fall ins Bild: Die Anwohnerin sah live, wie die Täter einen aufgestellten Automaten mit einer Flex vom einbetonierten Ständer trennten und in einen weißen Transporter einluden. Zugeschlagen hatten die beiden Männer in einer ruhigen, etwas abseits gelegenen Straße in Laaber. Nach der Blitzaktion flohen die Täter mit dem Fahrzeug.
Nur gut 30 Minuten später fiel einer Streife der Verkehrspolizeiinspektion in Regensburg ein Fahrzeug auf, das zur Beschreibung der Zeugin passte. Bei der Kontrolle auf der Staatstraße 2235 in Richtung Brunn fanden die Beamten die Beute, bestehend aus mehreren Zigarettenschachteln und Bargeld. Daraufhin klickten die Handschellen: Die beiden Männer im Alter von 40 und 47 Jahren wurden vorläufig festgenommen.
Verdächtige bei Fahndung gestellt
Vom entwendeten Zigarettenautomaten jedoch gab es im Fahrzeug der beiden Verdächtigen, die aus Regensburg stammen, zunächst keine Spur. Letztlich konnte aber auch dieses Beweismittel nur kurze Zeit später sichergestellt werden – es wurde auf einem Feld zwischen Laaber und Pettenhof entdeckt. Ermittler der Kriminalpolizei übernahmen den Fall zwischenzeitlich.
Nach Rücksprache mit der Regensburger Staatsanwaltschaft rückten Polizeikräfte noch in der Nacht zur Wohnungsdurchsuchung bei den zwei Männer aus. Dabei konnten laut Gröger „verschiedene Gegenstände“ sichergestellt werden, die nun näher untersucht würden. Auch die Mobiltelefone und das Fahrzeug seien beschlagnahmt worden. Laut Polizeiangaben besteht der Anfangsverdacht, dass die Verdächtigen für weitere gleich gelagerte Fälle in Frage kommen.
Ermittlungen zu anderen Fällen
Seit 1. Dezember habe das Polizeipräsidium Oberpfalz insgesamt 18 Fälle von Zigarettenautomaten-Diebstählen in Stadt und Landkreis Regensburg zu bearbeiten. „Das Vorgehen war bei fast allen Taten relativ gleich“, erklärte Polizeisprecher Gröger. Weiteres müssten jedoch die laufenden Ermittlungen ergeben. Ermittelt werde wegen des Verdachts des besonders schweren Diebstahls in mehreren Fällen. In Haft kamen die beiden Verdächtigen zunächst jedoch nicht.