Auf die Stadt Furth im Wald wartet ab April bis Dezember 2024 eine heiße Bauphase

„Es wird noch ein beschwerlicher Weg“, sagte Bürgermeister Sandro Bauer in Richtung des Stadtratsgremiums mit Blick auf die noch anstehenden Bauarbeiten bis zur Landesgartenschau Furth im Wald 2025 (LGS).
Gleichzeitig warf er die Frage auf, ob die detaillierte Vorstellung des LGS-Teams nicht allen Anwesenden Lust auf das macht, was Furth erwartet. Bis es soweit ist, müssen noch viele Baustellen abgearbeitet werden, andere sind bereits erledigt, wie Landschaftsarchitekt Ulrich Dölker in der Folgezeit erläuterte.
12 Millionen Euro Förderung
Bauer ging aber noch einmal auf die Zahlen ein. 19 Millionen Euro sind für städtische und Landesgartenschaumaßnahmen eingeplant, zwölf Millionen kommen aus Fördertöpfen, sieben muss die Stadt aufbringen. Nachtäglich wurden das Späth-Areal und die Parkarena in das Budget aufgenommen, so entstehen Mehrkosten von zwei bis drei Millionen Euro, die durch Einsparungen an anderer Stelle (z. B. im Bereich Himmelreichweg, oder Wegfall des Weihers am Cave Gladium-Gelände) wieder reingeholt werden sollen.
Zum Sachstand der Baumaßnahmen erläuterte Dölker: Die Straßen- und Tiefbauarbeiten Lorenz-Zierl-Straße haben am 25. September 2023 begonnen. „Bisher wurden überwiegend Leistungen für die Stadtwerke – Kanalsanierung, Neuverlegung TW-Leitung – erbracht.“ Seit 27. November werden Pfähle für den Brückenbau in die Uferbereiche gerammt. Erledigt sind die Bereiche Weiherdamm und Leonardi-Kapelle. Im Moment sind die Brücken sechs und sieben (Loop) dran und abschließend die zur Regner-Insel. Die Sanierung des Teichs am ATT ist weitgehend abgeschlossen. Notwendige Baustraßen sind hergestellt, die alten Brücken am Zippererweg abgerissen. Einige Uferbereiche müssen mit Brunnenringen statt Pfählen ausgestattet werden, Die Absteckung ist komplett erfolgt, die Ringe im Bereich Kötztinger Straße sind eingesetzt, beim Schützenhaus sowie bei Leonardikapelle und Regner-Insel ist dies teilweise erledigt.
Im Postgartenweg und auf der Hofer-Insel wurden am 27. November mit Abbrucharbeiten begonnen. Die Stahlunterkonstruktion für den Drachensteg (Loop) wird ab Juni montiert. Die Arbeiten an Festwiese und Park-Arena starten im April, die Hauptleistung soll bis Dezember erbracht sein, ganz abgeschlossen sind die Arbeiten im April 2025. Im Bereich Regner-Insel erfolgt der Startschuss ebenfalls im April, Abschluss ist für Dezember geplant. Die Sanierung des Himmelreichwegs befindet sich in der Ausschreibungsphase. Postgartenweg und Hofer-Insel starten mit den Aufbauarbeiten im März, Abschluss im April 2025 (Hauptleistung bis Dezember). Mosergasse startet im August, Chambauen Süd und Nord im April, Brücken und Stegbau hat im Januar begonnen, der Abschluss ist jeweils im Dezember geplant.
Einige Mitglieder des Stadtratgremiums stellten Detailfragen. Silke Schell wollte wissen, ob an Fahrradstellplätze gedacht wurde? Tina Heigl bejahte dies: „Im Bereich des Haupteingangs.“ Schell wies auch auf das Problem hin, dass die Parkplätze auf der gegenüberliegenden Seite der Kötztinger Straße und die dadurch notwendig werdende fußläufige Überquerung der vielbefahrenen Straße für Besucher Gefahren berge.
Das Problem ist laut Heigl bekannt, an einer Lösung wird gearbeitet. Andreas Roder wies darauf hin, dass die Versorgung an Spitzenveranstaltungstagen zum Problem werden könne, so zum Beispiel am Volksmusiktag, wenn 3000 Teilnehmer erwartet werden. Die würden nicht über die Gastronomie, sondern Backstage versorgt, so Heigl. Mit Hinweis auf die Großveranstaltungen wurde auch Oskar Mühlbauers Frage beantwortet, ob Präsentationen im Späth-„Biergarten“ und auf der Hofer-Insel stattfinden?
Neuer Anstrich für Bahnhof?
Da werde man sicher ausweichen, so Geschäftsführer Herwig Decker. Christian Rewitzer bezog sich auch auf die Gastronomie und wollte wissen, wann die lokalen Anbieter die Möglichkeit bekämen, sich an den Ausschreibungen zu beteiligen? Das soll im März oder April so weit sein. Für Mühlbauer ebenfalls problematisch: Der Zustand von Bahnhofsgebäude und ehemaligem Postgebäude. Ob man diesen keinen neuen Anstrich verpassen könnte?, wollte er wissen. Decker antwortete, wenig erfolgsversprechende Gespräche, habe es gegeben, zumal es mit einem Anstrich wohl nicht getan sei.
Sollte die „Junge Gartenschau“ auf dem Sportgelände der Schulen kommen (wir berichteten), ist dann Sportunterricht möglich?, interessierte sich Franz Former. „Ja“, sagte Decker, das sei abgesprochen. Heinz Winklmüller sorgte sich um die Schützen und wollte wissen, ob die Zufahrt zur Schützenhalle auch ohne Eintrittskarte möglich sei. Auch dies bejahte Decker und schloss Spielmannszug und Akkordeon-Club mit ein. Außerdem müssten ja auch Rettungskräfte Zufahrtsmöglichkeiten haben. Generelles Parken schloss er während der Gartenschauzeit allerdings aus. „Wir denken das ist eine zumutbare Situation“, sagte Decker und ergänzte: „Dafür liegt die Schützenhalle in Zukunft im wohl schönsten Umfeld, das man sich vorstellen kann.“
