Michael Brandner vom Restaurant Lex übernimmt Bräustübl in Neumarkt

Von Peter Romir · 18. Januar 2024 um 17:00

Mitten in der alten Stadtmauer und direkt neben der Brauerei Glossner ist das Bräustübl sicher eines der ungewöhnlichsten Gasthäuser Neumarkts. Im März soll es unter der Regie von Michael Brandner neu eröffnet werden.

Die Schließung ist dabei noch gar nicht so lange her: Erst im September hatte die bisherige Pächterin Verena Stadler ihren Vertrag beendet. Als Gründe hatte sie gestiegene Lebensmittel- und Energiepreise sowie die kommende Anhebung der Mehrwertsteuer angegeben.

Angesprochen auf diese Probleme sagt Brandner: „Klar ist es vielleicht gerade nicht die beste Zeit, sich als Gastwirt selbstständig zu machen“, lacht Michael Brandner. „Aber für mich passt es gerade jetzt!“ Denn genau in dem Moment, als das Bräustübl frei wurde, lief sein bisheriger Vertrag im Restaurant Lex im Neumarkter Ärztehaus aus.

Vom Restaurant Lex ins Neumarkter Bräustübl

„Dort war ich die letzten 15Jahre tätig, elf davon als Restaurantleiter“, erinnert er sich. Dass es vom leitenden Angestellten zum selbstständigen Pächter noch mal ein entscheidender Schritt ist, merkte er in den vergangenen Wochen: „Ich spüre jetzt wirklich jeden Cent, der rausgeht“, erzählt er. „Aber ich sehe auch das ungeheure Potenzial dieses einmaligen Gasthauses!“

Zwischen Brauereimuseum und Biergarten

Da sei zum einem die Lage direkt neben der Glossner-Brauerei. Die sorge nicht nur für frisches Bier, sondern auch für ein ganz besonderes Ambiente: Im Kellergeschoss seien es nur ein paar Schritte bis zum Neumarkter Brauereimuseum.

Dazu komme die besondere Architektur: Da das Bräustübl quasi im Innern der ehemaligen Stadtmauer erreichtet wurde , sind die drei Stockwerke alle lang und schmal. An manchen Stellen ist auch noch das Original-Mauerwerk zu sehen. Reizvoll für ihn sei außerdem der große Biergarten im Stadtgraben mit seinen fast 400Plätzen.

Den sinnvoll zu betreiben, werde eine große Herausforderung für das Team, das aktuell noch aus sieben Leuten besteht. „Deshalb starten wir ja auch schon im März“, verrät Brandner. „Dann haben wir etwa einen Monat Zeit, uns einzuüben und das Team zu ergänzen, bis es nach draußen geht.“

Vom Livekonzert bis zum Schafkopfrennen

Dann soll es aber so richtig losgehen. Mit Livekonzerten, Bierverkostungen und Schafkopfrennen. Dazu kommen einheitliche Öffnungszeiten: „Niemand mag es, wenn sich Öffnungszeiten täglich ändern und man erst nachschauen muss“, ist Brandner überzeugt. „Deshalb ist bei uns von Montag bis Sonntag immer von 11 bis 23 Uhr geöffnet.“

Auf der Karte stehen überwiegend deutsch-bayerische Gerichte, ergänzt um ein kleines mediterranes Angebot – vor allem bei den täglich wechselnden Mittagsgerichten: „Wer wieder ins Büro muss, braucht keinen Schweinebraten!“

Brauereichef Michael Gloßner ist von dem Konzept überzeugt: „Michael Brandner ist für uns ein großer Glücksgriff“, sagt er und verrät noch ein Geheimnis: „Brandner war ja schon mal für ein paar Jahre Wirt hier: Als Betreiber der Bar im obersten Stock. Daher weiß ich, dass ich ihm restlos vertrauen kann!“