Profi-Wirt für‘s Neumarkter Johanneszentrum: Antonio Grgic hat große Pläne

Von David Santl · 8. Januar 2024 um 17:00

Zum 1. März beginnt im Johanneszentrum in Neumarkt eine neue Ära. Der bekannte Gastronom Antonio Grgic übernimmt das dortige Lokal von Redon Memo. Grgic will Bewährtes erhalten – und Neues wagen. Zum Beispiel in Sachen Frühstück hat er einiges geplant.

Diese Nachricht ist eine kleine Überraschung in der Neumarkter Gastronomie-Szene: Antonio Grgic übernimmt zum 1. März das Wirtshaus im Johanneszentrum. Viele Neumarkter dürften ihn bereits kennen. Er war früher Betriebsleiter des spanisch-mexikanischen Lokals Pepe in der Unteren Marktstraße.

Das ist auch einer der Gründe, warum sich Franz Ebenhöch, Kirchenpfleger der Münsterpfarrei, zu der das Johanneszentrum gehört, sehr über den neuen Pächter freut. „Er kommt bei den Leuten sehr gut an und ist vernünftig und zielstrebig“, sagt Ebenhöch.

Antonio Grgic übernimmt das Gasthaus damit von Redon Memo, der das Johanneszentrum erst im Mai übernommen hatte. Jedoch scheint sein Gastro-Konzept nicht zu den Vorstellungen der Kirchenverwaltung gepasst zu haben. Zu den genauen Gründen für die Trennung wollte sich Kirchenpfleger Franz Ebenhöch auf Nachfrage nicht äußern. Ihm sei aber wichtig, zu betonen, dass diese im gegenseitigen Einvernehmen erfolgt sei.

Weiter Heimat für die Vereine

Zudem sollten sich die Vereine, die ihre Veranstaltungen im Johanneszentrum durchführen, keine Sorgen wegen des Wechsels machen. „Es wird weiterhin eine Heimat für die vielen Vereine sein“, sagt Ebenhöch.

Der Vertrag mit Antonio Grgic ist derweil fertig für die Unterschrift, bestätigt Petra Großhauser, die in der Kirchenverwaltung für das Johanneszentrum zuständig ist. Auch sie freut sich über die Lösung. „Es ist nicht einfach, neue Pächter zu finden. Und nun haben wir einen, der jahrelange Erfahrung mitbringt“, sagt Großhauser.

Neue Idee: Buffet und Brunch

Diese Erfahrung möchte Antonio Grgic nutzen, um die vielen Veranstaltungen, die im Zentrum stattfinden, stemmen zu können. „Ich muss gleich zu Beginn viele Veranstaltungen übernehmen“, berichtet er. Bei diesen will er deutsche Küche anbieten, so wie es die Leute vom Johanneszentrum gewohnt sind. Aber auch zwei bis drei kroatische Gerichte sollen künftig auf die Speisekarte kommen. Das ist aber nicht die einzige Neuerung, die Antonio Grgic plant.

Zusätzlich zum täglichen Abendessen nach Speisekarte soll es auch jeden Tag ein Frühstück und einen Mittagstisch geben. Ab dem 1. Mai will er an einem Wochenende pro Monat ein Frühstücks-Buffet mit Brunch anbieten. Auch Hochzeiten soll es im Johanneszentrum geben.

„Bis zum 1. Mai will ich die Küche auf ein gutes Level gebracht haben“, sagt Antonio Grgic. Dass ihm das gelingt, darüber macht sich der Gastronom keine Sorgen. „Ich habe einen guten Küchenchef und genug Personal.“ Als die Kirchenverwaltung auf ihn zugekommen sei, musste Grgic übrigens nicht lange überlegen. „Ich wollte mir jetzt etwas eigenes aufbauen.“