Neue Strecke beim Regensburg Marathon – ohne Steinerne Brücke

Für viele Läufer und Zuschauer war sie ein Höhepunkt des Regensburg Marathons – die Steinerne Brücke. Damit die Sportler die Brücke problemlos überqueren konnten, wurde diese abgesperrt. Das war zu vielen Touristen aber offensichtlich ein Dorn im Auge. Die Folge: Beim 32. Regensburg Marathon am 12. Mai wird die Steinerne nicht mehr zum Streckenverlauf gehören.
„Wir haben uns dafür Entschieden die Steinerne Brücke in diesem Jahr aus dem Streckenplan zu nehmen, weil es immer wieder Ärger mit Touristen gab, die die Brücke überqueren wollten“, sagt der erste Vorstand des LLC Marathon Regensburg Wolfgang Kammann am Mittwoch bei einer Pressekonferenz . 2023 sei der Unmut mancher Touristen so groß gewesen, dass sie Ordnungskräfte angingen, weil die Brücke zum Wohl der Läufer mehrere Stunden gesperrt war. „Wir sind traurig, dass wir die Steinerne Brücke aus der Strecke genommen haben“, sagt Kammann. Ob die Steinerne Brücke in der Streckenplanung auch nach der diesjährigen Ausgabe außen vor bleibt, wird sich nach dem kommenden Marathon entscheiden. „Wir wollen die Reaktionen abwarten und dann sehen wir weiter“, sagt Kammann.
Veränderter Streckenverlauf
Die Brücke war von 2019 bis 2023 Teil der Strecke. Durch die Änderung wird der Streckenplan vom Marathon 2018 wieder aktuell. Das heißt: Die Schwarze-Bären-Straße wird wieder Teil der Strecke. Außerdem soll die Thundorfer-Straße in beide Richtungen belaufen werden.
Der Rest der Strecke bleibt gleich. Die Marathonläufer starten ihre erste von drei Runden vom Infineon-Gelände im Regensburger Westen aus und laufen über die Altstadt in den Regensburger Osten. Dort kehren sie auf dem Vitesco-Gelände um und laufen einen anderen Weg zurück.
Live-Musik und viele helfende Hände
Nach der ersten Runde sind 21 Kilometer geschafft. Die beiden folgenden Runden sind jeweils circa zehn Kilometer lang und lassen den Teil im Regensburger Osten aus. An der Strecke wird es einige Stimmungsnester mit Live-Musik geben. Rund 700 Leute helfen dabei, dass der Marathon wie geplant ablaufen kann. Circa 400 von ihnen tun das ehrenamtlich. Sie markieren die Strecke, bauen Banden auf oder überreichen Teilnehmermedaillen.
Diese Medaillen werden zum ersten Mal in der Geschichte des Regensburg Marathons aus Holz sein. Grund für den Wechsel von Metall zu Holz: Die Veranstaltung soll nachhaltiger werden – auch auf dem Marathon-Messegelände im Start- und Zielbereich. Es wird zu 75 Prozent auf Mehrweg-Geschirr gesetzt und das vegetarische Angebot wird erweitert.
Volles Laufwochenende
Was das sportliche Angebot angeht, ändert sich in diesem Jahr nicht viel. Nur das Nordic Walking, das 2023 wegen mangelnder Interessenten ausgefallen ist, soll in diesem Jahr stattfinden. Die Nordic Walker starten 30 Minuten nach den Marathonläufern, die wiederum zusammen mit den Teilnehmern des Dreiviertel- und Halbmarathons um 8.30 Uhr loslaufen. Der Viertelmarathon hingegen beginnt erst um 11.30 Uhr. Schon am Samstag kann sich der Nachwuchs beim Minimarathon messen. Kinder und Jugendliche zwischen fünf und 19 Jahren dürfen dort starten. Am selben Tag findet auch der 700 Meter lange Mini-Rollithon statt, der Kinder anspricht, die auf einen Rollator oder einen Rollstuhl angewiesen sind. „Wir betreiben seit vielen Jahren eine inklusive Gruppe im Verein“, sagt Kammann. „Wir wollen es nicht bei der inklusiven Sportgruppe belassen, sondern den Leuten, die das möchten, die Möglichkeit bieten sich wettbewerbsmäßig zu betätigen.“
Die Anmeldung für alle angebotenen Läufe ist seit einigen Wochen geöffnet. „2023 waren die Anmeldezahlen zum ersten Mal seit einigen Jahren nicht mehr rückläufig“, sagt Kammann „Das wollen wir dieses Jahr wieder schaffen“.
