Abbruch hat begonnen: Schwandorfer Naabbrücken verschwinden Stück für Stück

Von Jan Lange · 15. Januar 2024 um 18:19

Das beste Wetter haben sich die Bauarbeiter nicht ausgesucht. Doch dem riesigen Hammer, der am Bagger hängt, sind Minusgrade und stetig fallender Neuschnee egal. Er hämmert beharrlich auf die Gehwegplatten der alten Naabbrücken.

Montagvormittag begann die Firma Habau mit dem Abbruch der Brückenbauwerke in Schwandorf. Bereits seit Anfang voriger Woche liefen die Vorbereitungen. Nun werden die Überquerungen Stück für Stück abgerissen – beginnend auf der Krondorfer Seite mit den Gehwegen.

Schwandorfs Oberbürgermeister Andreas Feller (CSU) freut es, dass die Arbeiten auf der Brückenbaustelle so pünktlich weitergehen und dass sie gut vorankommen – trotz des nicht unbedingt baufreundlichen Wetters. „Ein großes Lob dafür an die Baufirma“, erklärt der Rathauschef am Rande einer Sitzung. Den Termin für die Fertigstellung sehe er deshalb auch nicht in Gefahr. Bis Ende 2025 soll alles fertig sein und der Verkehr dann über die neuen Naabbrücken rollen. Bis es so weit ist, liegt noch ein gutes Stück Arbeit vor den Bauleuten. Erst müssen die alten Brücken weg, bevor die neuen errichtet werden können.

Mit Pulverisierer zerkleinert

Mit dem riesigen Hammer teilt der Baggerführer den Gehweg in gut zwei Meter große Abschnitte. Mit dem sogenannten Pulverisierer werden die Teile dann herausgerissen und zerkleinert.

Meter um Meter arbeitet sich der Bagger in Richtung Innenstadt nach vorne – genau beobachtet von Bauleiter Daniel Pirker. Er gibt dem Baggerführer hin und wieder Anweisungen.

Schon bald werden die alten Naabbrücken Geschichte sein. Das gilt auch für den Treppenaufgang, der vom Fußweg am Naabufer auf die Brücke führt. Ein Mitarbeiter fräst parallel zum Abbruch des Gehweges die Geländer ab. Die einzelnen Teile fliegen in hohem Bogen in einen riesigen Container. Es dauert keine Stunde, und die Geländer auf beiden Seiten sind verschwunden. Später wird auch der Aufgang neu aufgebaut.

Passanten können das Geschehen auf der Brücke nur von Weitem erahnen. Die Abbruchstelle ist weiträumig abgesperrt. Dennoch verirrt sich plötzlich ein älterer Herr in den Baustellenbereich. Freundlich weist ihn der Bauleiter zurück in der Bereich außerhalb der Absperrung.

Naabufer wird aufgeschüttet

Nachdem die Gehwege auf beiden Seiten „hochgeklappt“ und zertrümmert sind, so beschreibt Pirker den Ablauf, wird die Fahrbahn stückweise abgebrochen, so dass nur noch die Quer- und Längsträger sowie Brückenpfeiler stehenbleiben. Das alles wird einige Zeit in Anspruch nehmen.

Der Bagger wird die Brückenreste anschließend von unten abtragen. Dafür wird das Ufer der Naab momentan weiter aufgeschüttet. Schon als die Behelfsbrücken errichtet wurden, ist der Uferbereich aufgefüllt worden. Die Steine werden nach dem Abschluss der Baumaßnahme wieder aus dem Flussbett geholt.

Die Geländer werden abschnittsweise abgefräst. Foto: Jan Lange
Die Gesteinsreste wurden anschließend aufgeladen und abtransportiert. Foto: Jan Lange
Parallel bereitet ein zweiter Bagger die weitere Uferaufschüttung vor. Foto: Jan Lange
Mit einem riesigen Hammer wird der Gehweg in Abschnitte geteilt. Foto: Jan Lange