Für Dimpfl-Bräu lohnt sich großes Festzelt nicht – Bürgermeister kündigt Veränderungen an

Von Alexander Frimberger · 16. Januar 2024 um 05:00

Es geht einfach nicht mehr. So lautet die nüchterne Analyse von Dimpfl-Bräu-Chef Matthias Strauß. Gemeint ist das große Bierzelt auf dem Volksfest. Die Stadt reagiert, Bürgermeister Sandro Bauer kündigt Veränderungen an.

Der Vertrag zwischen der Brauerei und der Stadt Furth im Wald ist turnusmäßig ausgelaufen. „Wir werden uns in dieser Form nicht neu bewerben“, sagt Strauß. Er meint damit, dass das Zelt und der damit verbundene Aufwand einfach zu groß sind. „Wir haben immer das Beste gemacht, das geht“, sagt der Dimpfl-Chef.

Volksfest Furth im Wald: Zu hohe Kosten, zu wenig Besuch

Doch die Infrastruktur, die Bands, Personal und alle weiteren Kosten sind in seinen Augen einfach zu hoch, der Besuch zu gering. Strauß hegt dabei gar keinen Groll. Es ist, wie es ist, die Situation gibt einfach nicht mehr her. Das Volksfest ist in der Drachenstichzeit nur ein Zusatzangebot neben dem Festspiel und dem Cave Gladium. Außerdem fehle der Besuch aus dem Umland. Viele würden dann doch eher auf das Gäubodenfest in Straubing fahren, wenn sie Volksfestluft schnuppern wollen. Das findet zur gleichen Zeit statt. „Kann ich verstehen, wer weiß, vielleicht würde ich es auch so machen.“

Bauer ist sich der Situation bewusst. Er sagt: „Bezüglich Drachenstichvolksfest laufen derzeit noch die Gespräche und Verhandlungen.“ Abschließende Ergebnisse kann er deshalb noch nicht offiziell nennen. „Bis Ende Januar wird es dazu, sowohl zum Festplatz als auch zum Festwirt ein Ergebnis geben.“

Es wird beim Volksfest Furth im Wald Veränderungen geben

Die Vorbereitungen für die kommenden beiden Jahre laufen aber auf Hochtouren: Es werde in jedem Fall in den Jahren 2024 und wohl auch 2025, sowohl vom Festplatz her, als auch vom Umfang her ein kleineres Volksfest wie bisher werden. Gerade deswegen hofft der Further Rathaus-Chef auch in Zukunft auf eine Zusammenarbeit mit Strauß: „Unsere bevorzugte Brauerei ist unsere ortsansässige Brauerei Dimpfl.“ Auch Strauß hat die Tür noch nicht zugeschlagen: „Gesprächsbereit sind wir immer.“

Derzeit werden mit den bisherigen Fahrgeschäftebetreibern die Verträge geschlossen, auch hier wird es laut Bauer eine Reduzierung geben. Und es scheint zukünftig eine grundsätzliche Zäsur im Raum zu stehen, wenn Bauer sagt: „Die Jahre 2024 und 2025 wollen wir auch dahingehend nutzen, das Drachenstichvolksfest künftig so um zu gestalten, dass es gerade im Gesamtkontext mit dem Drachenstichfestspiel und dem reichhaltigen Rahmenprogramm der Festwochen dann ab 2026 wieder interessanter wird und auch im Hinblick auf vergleichbare regionale Volksfeste attraktiv ist und gerne besucht wird.“