Quartiersbüro Freylife soll Senioren und Klinikum Neumarkt entlasten – Umbau läuft bis Mai

Von Heike Regnet · 10. Januar 2024 um 17:00

Mit dem Quartiersbüro Freylife entsteht in Freystadt ein Pilotprojekt, das die Lage am Gesundheitsmarkt entspannen soll. Im Stadtrat informierten vier Mitarbeiter des Klinikums Neumarkt über die Details. Aktuell werden die Räume an der Berchinger Straße direkt am Seniorenheim hergerichtet, die Freylife ab Mai beziehen soll.

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Pflegedirektor am Klinikum René Sossau, Pflegedienstleitung Daniela Stark, Nicole Gerner vom Betreuungs- und Beratungszentrum sowie Quartiersmanagerin Irene Karl erläuterten das Konzept. So stehe eine wachsende Zahl an Senioren immer weniger Jüngeren gegenüber. Erklärtes Ziel sei es, Bürgern auch im Alter das Verbleiben im vertrauten Wohnumfeld zu ermöglichen. Dafür müsse eine zukunftsfähige Infrastruktur aufgebaut werden, die an die Bedürfnisse älterer Menschen angepasst ist. Für alle soll selbstbestimmtes Leben im Alter möglich sein. Das Pilotprojekt wird vom Freistaat Bayern mit 80000 Euro, verteilt auf vier Jahre, gefördert.

Netzwerk lokaler Akteure

Im Quartiersbüro Freylife wird Inge Karl, als Case Managerin im Betreuungs- und Beratungszentrum, erste Ansprechpartnerin sein. Sie wird die bestehenden Strukturen mit allen lokalen Akteuren vom Arzt bis zum ehrenamtlichen Helfer vernetzen sowie die bestehende und gemeinsame Planung künftiger Angebote koordinieren. Langfristig sollen Quartierbüros in Parsberg (Parlife) und in Neumarkt (Neulife) folgen.

Nach einem Workshop 2023 in Freystadt, bei dem die Bedarfe ermittelt wurden, liege nun der Förderbescheid für das Projekt vor. Inge Karl hat bereits ihre Arbeit aufgenommen und ist montags und dienstags von 9 bis 13 Uhr im Stadlmann-anwesen. Termine können auch unter Telefon (09179) 9490503 oder per E-Mail an FreyLife@klinikum.neumarkt.de vereinbaert werden. Ab Mai können in den neuen Räumen erste Angebote anlaufen, wie Mittagstisch, Demenzgruppen, psychosoziale Beratung, Bastel- und Physiogruppen oder Infoveranstaltungen.

Hans Gerngroß fragte nach den Kosten. Bürgermeister Alexander Dorr erläuterte, dass die Stadt die Räume herrichte, alles weitere laufe über das Klinikum Neumarkt plus Förderung des Freistaates. Renate Großhauser wollte die Gründe für das Projekt wissen. Sossau erläuterte, dass aktuell Hausärzte überlaufen seien und die Menschen zunehmend die Notaufnahme am Klinikum ansteuern. Durch das Quartiersbüro will man für Entlastung sorgen. Stefan Großhauser verwies auf das seniorenpolitische Gesamtkonzept, das im Kreistag Thema sei. Sossau versicherte, dass keine Doppelstrukturen geschaffen würden, sondern „alles Hand in Hand laufen wird“.

Ein weiteres Thema war die Änderung der Wasserabgabesatzung sowie der Beitrags- und Gebührensatzung, die einstimmig erfolgten. Auf den weiteren Verfahrensweg wurde die Errichtung einer Freiflächenphotovoltaikanlage bei Höfen gebracht.

Verschiedene Baumaßnahmen wurden abgeschlossen. Dorr berichtete, dass die Erneuerung der Straße am Mühlbach in Freystadt rund 383000 Euro kostete – ursprüngliche Auftragssumme 530000 Euro.

Geringere Kosten

Die Straßenbeleuchtung kostet 15500 Euro. Die Gesamtkosten lagen niedriger, da unter anderem kein belastetes Aushubmaterial angefallen war. Rund 50000 Euro kostete die Sanierung der Friedhofsmauer in Großberghausen, 10000 Euro mehr als geplant, da zusätzliche Arbeiten nötig wurden. Saniert wurden rund 100 Meter der GV-Straße Rohr-Möning für 42000 Euro durch die Firma Strabag. 10000 Euro konnten eingespart werden, da der Untergrund tragfähig war.

Um die Datensicherheit im Rathaus auszuweiten, sollen durch einen externen Dienstleister Schutzstrategien entwickelt werden. Die Kosten werden mit 75 Prozent gefördert. Um die Förderung zur Unterstützung des Gigabitausbaus der Telekommunikationsnetze zu erhalten, wird Freystadt künftig mit Mühlhausen, Postbauer-Heng, Pyrbaum und Sengenthal agieren.

Stadtrats-Splitter

Europawahl: Jeder Wahlhelfer erhält 50 Euro.

Fußball: Die Hallenstadtmeisterschaft findet am Samstag, 13. Januar ab 14 Uhr statt.

Schäden: Thomas Pietsch monierte Schäden am Funktionsgebäude am Naturbad. Fachleute sind eingeschaltet, so Dorr.

Mäharbeiten: Stephan Regensburger beschwerte sich über die schlecht ausgeführten Grabenmäharbeiten bei Höfen. Hier muss nachgebessert werden.

Sirene: Für die Neueinrichtung in Frettenshofen wurde ein Förderantrag gestellt. Auch Freystadt und Möning sollen Sirenen erhalten.

Alter Friedhof Freystadt: Hans Kerl forderte, die Friedhofsmauer noch im Jahr 2024 zu sanieren.

Blühfläche: Fabian Seitz fragte, ob es an der Wallfahrtskirche heuer eine Blumenwiese gibt. Dies wurde bejaht.

Mehrzweckhalle: Bürgermeister Alexander Dorr berichtete, das sich eine gute Lösung für den Vereinssport während der Sanierungsphase abzeichne. In der Februarsitzung werde er die genauen Details erläutern.

Geh- und Radweg: Mit der Planung der Strecke von Reckenstetten nach Rohr wurde das Ingenieurbüro Petter beauftragt.