Siegonia zündet beim Faschingsball ein Feuerwerk an Überraschungen

Dieser Abend war ein Feuerwerk. Und die Verantwortlichen der Faschingsgesellschaft Siegonia Siegenburg zündeten dessen Höhepunkte nach einem perfekt ausgearbeiteten Plan. Im ausverkauften Siegenburger Wittmannsaal wurde den Besuchern ein fulminantes Programm geboten, das von einer Aufführung zur nächsten mehr und mehr beeindruckte.
Nach dem Einmarsch stellte 1. Präsidentin Franziska Kreutz zunächst alle Mitwirkenden vor. Der erste emotionale Moment war die Verabschiedung des bisher amtierenden Prinzenpaares Eva-Maria I. und Christoph I. Die beiden verabschiedeten sich mit einem letzten Walzer vom Publikum und übergaben das Zepter an die neuen Regenten Alina I und Fabian I.
Das neue Prinzenpaar machte schon seinen Einzug über die Empore des rückwärtigen Raumes des Saales zu einer besonderen Augenweide. In einem traumhaften petrolfarbeenn Kleid, im Scheinwerferlicht leuchtend wie der Sternenhimmel, strahlte Prinzessin Alina und wirbelte an der Hand von Prinz Fabian über das Parkett. Doch dies war erst der Anfang. Der darauffolgende Walzer war voller Überraschungen und mutiger Hebefiguren, und schon jetzt war das Publikum hellauf begeistert.
„Wir wollten etwas Neues machen“, so die frisch inthronisierte Prinzessin Alina I. direkt im Anschluss an diesen ersten Auftritt zusammen mit Prinz Fabian. Wie sie sich nun fühle? „Einfach nur glücklich.“ Das Glücksgefühl hatten sich die beiden redlich verdient, indem sie das Publikum mit diesem Walzer verzauberten. Trainiert worden waren die beiden von Nicole Lanzl, die der Siegonia seit mehr als 20 Jahren treu verbunden ist, und all ihre Erfahrung ihrer eigenen Tanzkarriere in die Auftritte des neuen Prinzenpaares gesteckt hat.
Perfekte Choreografie
Mindestens genauso viel Freude und Begeisterung verdiente sich die Prinzengarde mit ihrem Auftritt. Eine raffinierte und perfekt dargebrachte Choreografie ließ die Bühne beben. Franziska Huber, Präsidentin der Prinzengarde hatte nicht zu viel versprochen. Mit all den Darbietungen und guter Unterhaltung durch „Trixi und die Partylöwen“ war es für das tanzfreudige Publikum nach einem gefühlten Wimpernschlag schon Mitternacht. Und somit Zeit für den nächsten Höhepunkt: den Show-Tanz.
Und den kann man eigentlich nicht beschreiben, sondern nur erleben. Die Arme synchron, die Wege akkurat, Menschenpyramiden bauen sich auf, die Körper wachsen gleichsam aus dem Gesamtgefüge, schrauben sich in schwindelnde Höhe und stürzen in die Arme der unter ihnen Stehenden, als sei das nichts. Wem der Atem nicht stockt, schickt Begeisterungsrufe in den Saal und Applaus, natürlich, nicht enden wollender Applaus war der Lohn für Tänzer, Trainer und Betreuer, und die monatelange Vorbereitung zahlte sich in diesem wunderschönen Moment aus. Das Prinzenpaar setzte noch einen drauf mit einem Rock’n’Roll, der nicht nur Technik und Waghalsigkeit verband, sondern auch konditionelle Höchstleistung von den Tänzern abverlangte.
„Ihr habt alles herausgeholt, was der Tanzboden herzugeben hat“, lautete das begeisterte Resümee von Präsidentin Franziska Kreutz. Sie sprach allen Beteiligten ein großes Dankeschön aus, und forderte viele Male das „Siegonia Helau“, das lautschallend ertönte. Zu danken gab es natürlich allen Aktiven und genauso den Helfern und Planern im Hintergrund.
Bis in die Morgenstunden
Schön war auch, dass zahlreiche Ehrengäste in den Wittmannsaal gekommen waren. Natürlich durfte Bürgermeister Johann Bergermeier mit seiner Frau nicht fehlen, die Siegenburger Vereine waren vertreten, wie etwa der Hallertauer Volkstrachtenverein, der TSV, die Freiwillige Feuerwehr, die Kolpingfamilie und die Goassmassoccer, und natürlich auch zahlreiche befreundete Garden, allen voran der Patenverein Germanica Kösching mit dessen 2. Vorstand Marion Stasch und dem Prinzenpaar Sabrina II. und Prinz Najib I.. Die Vereinsvertreter und noch weitere Ehrengäste wie etwa Familienmitglieder des Siegonia-Prinzenpaares wurden mit dem Saison-Orden geehrt.
Doch wirklich vollständig war das Programm erst nach dem Auftritt des Elfer-Rats. Auch diese Truppe wartete mit einer abwechslungsreichen, schnellen Show auf, die alles von den Tänzern abverlangte.
Die „Partylöwen“ hatten nach all den Darbietungen dennoch keine Mühe, das Publikum zurückeroberten. Ihre Musik machte einfach Lust auf Tanzen. Und in die Morgenstunden ausgelassen gefeiert.


