Planung beim Siegbach geht weiter – Arbeiten erst 2025

Von Wolfgang Abeltshauser · 4. Januar 2024 um 05:00

Für mehrere Millionen Euro soll mitten in Siegenburg der Siegbach renaturiert werden. Das soll mehr Grün im Ort bedeuten. Überlegungen gibt es seit dem Frühjahr. Jetzt legt Bürgermeister Johann Bergermeier ein Umsetzungskonzept mit Details auf den Tisch.

Allerdings geht er noch nicht davon aus, dass 2024 schon konkrete Arbeiten für das Projekt anstehen. Denn weitere Vorarbeiten und -gespräche stünden in den kommenden Monaten an. Erst einmal müsse eine detaillierte Kostenberechnung vorliegen. Dazu seien Abstimmungen mit der Wasserwirtschaft notwendig.

Wenn all das getan ist, würden erst einmal die Stützmauern saniert, in die der Siegbach auf rund hundert Metern eingezwängt ist. Das wird auch so bleiben, weil Privatgrundstücke unmittelbar anschließen. Schon die Mauern stehen laut Bergermeier auf privaten Flächen. Die Sanierung ist aber notwendig. Darauf habe man sich mit den Anliegern einigen können, die dabei keinerlei Kosten tragen müssen. Im Mittelpunkt der gesamten Sanierungsmaßnahme steht wie berichtet eine viele Jahre brachliegende Hofstelle, die sich mittlerweile im Eigentum der Kommune befindet. Wenn man zwischen Raiffeisenbank und Gasthof Postbräu hindurch vom Marienplatz her die Straße „Am Kirchberg“ entlang geht, findet man das Areal linker Hand.

Ufer in Siegenburg zugänglich machen

Bergermeier will den Bachlauf auf der dortigen Wiesenfläche zugänglich machen. Um dort sinnvoll an Wasser heranzukommen, ist vorgesehen, die Wiesenfläche dort zu modellieren. Auf dem Areal sollen auch Bäume gepflanzt werden. Eine weitere Brücke soll über den Bachlauf geschlagen werden, um das Areal noch besser erreichen zu können. In einem kleinen Spielbereich für Kinder ist im Detailplan ein Balancierbalken zu erkennen. Auch ein Abstellbereich für Fahrräder ist eingeplant.

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Ein Stadl, der vom früheren landwirtschaftlichen Betrieb stammt, soll stehenbleiben und neu genutzt werden. Wie von Bergermeier zu hören ist, soll dort ein Müttertreff eingerichtet werden. Bürgerinnen und Bürger seien mit diesem Wunsch auf ihn zugekommen. Ein Areal, in dem sich Mütter mit ihren kleinen Kindern treffen können, fehlt bisher auch noch in Siegenburg. Die ehemalige Hofstelle mit den angedachten Spielbereichen eignet sich durchaus dafür.

Auwald und eine Insel?

Im weiteren Verlauf soll laut Konzept der Bachlauf verbreitert und Zugangsbereiche für die Bevölkerung geschaffen werden. Ein Fußweg entlang des Wassers ist vorgesehen. Die Planer können sich dazu auf der gegenüberliegenden Uferseite einen Auwald vorstellen, der entstehen könnte. Auch eine Insel im Siegbach sei denkbar. Wenn all das realisiert wird, würde mitten in der Marktgemeinde ein Erlebnisbereich nahe am Wasser entstehen. Der Bürgermeister rechnet mit konkreten Arbeiten an dem Projekt nicht vor dem Jahr 2025. Wobei etwa mit der Sanierung des Rathauses weitere kostenintensive Vorhaben vor der Türe stehen.