Landeskriminalamt stellt Herkunft des tödlichen Böllers in Eschlkam fest

Eine Woche nachdem ein 18-Jähriger am Neujahrstag gestorben ist, steht fest, woher der Sprengsatz stammte. Ermittelt wird weiterhin, und auch die ebenfalls verletzte Frau befindet sich noch im Krankenhaus.
Bei einem tragischen Unglück starb am Neujahrstag gegen 1.40 Uhr ein 18-Jähriger, der in der Marktgemeinde Eschlkam bei einer privaten Silvesterfeier einen Böller gezündet und in ein Kunststoffrohr geworfen hatte. Als der Mann sich mit dem Kopf über das Rohr beugte, zündete der Sprengkörper und verletzte den 18-Jährigen dabei tödlich, eine ebenfalls 18-Jährige schwer. Schon am Tag nach dem Unglück stand nach Angaben des Landeskriminalamtes, das in Fällen, bei denen Sprengstoffe beteiligt sind, die Ermittlungen übernimmt, fest: Der Böller konnte vom 18-Jährigen so in Deutschland nicht gekauft worden sein.
Das liege daran, so eine Sprecherin des LKA bereits am vergangenen Dienstag, dass der Böller aufgrund der Menge des Sprengstoffes sowie seiner Zusammensetzung nicht in die Kategorien F1 oder F2 eingeordnet werden könne, womit Kleinst- oder Kleinfeuerwerke bezeichnet würden, wie es sie auch in Deutschland um den Silvestertag in Supermärkten zu kaufen gibt. Für die weiteren Kategorien F3 und F4 brauche es für den Kauf in Deutschland zum einen ein Fachgeschäft und zum anderen eine entsprechende Erlaubnis, die auch nur an Personen von mindestens 21 Jahren ausgegeben werden könne. Woher der Böller stammte, das war am Tag nach der Tragödie aber noch nicht klar.
Am Montag erklärte nun ein Sprecher des Landeskriminalamtes auf Nachfrage unserer Zeitung, dass der Böller sicher aus dem Ausland, aufgrund der Grenznähe am ehesten wohl aus Tschechien gestammt habe. Woher der Sprengkörper aber genau gestammt habe und wie er in den Besitz des 18-Jährigen gelangt war, dazu dauerten die Ermittlungen noch an, so der Sprecher des Landeskriminalamtes. Alleine im Umfeld der Silvesterfeier, die in einem privaten Rahmen stattgefunden habe, soll es laut Angaben der Kriminalpolizei in Regensburg rund 20 Teilnehmer gegeben haben, die noch zum Hergang befragt werden.
Wie der Sprecher außerdem noch mitteilt, befinde sich die 18-jährige Frau, die bei der Explosion schwer verletzt worden war, immer noch zur Behandlung in einem Krankenhaus.