Videoüberwachung soll in Kirchen in Roding und am Heilbrünnl für mehr Sicherheit sorgen

Von Oliver Hausladen · 4. Januar 2024 um 11:00

„Die Menschen müssen sich in der Kirche sicher fühlen können. Für viele Gläubige ist sie ein sehr wichtiger Ort“, sagt Rodinger (Landkreis Cham) Stadtpfarrer Matthias Kienberger. Um diese Sicherheit auch weiter gewährleisten zu können, wurde nach mehreren Vorfällen von Vandalismus eine Videokamera installiert, die den Haupteingang und das Kirchenschiff filmt.

„Wenn nichts passiert, werden die Aufnahmen sofort wieder gelöscht. Es muss niemand Angst haben, dass kontrolliert wird, wer wann in die Kirche geht“, betont Kienberger. „Es war ein großer Schock für uns alle, als am Abend des 13. November in der Pfarrkirche randaliert wurde: Heruntergeworfene Kerzen der Apostelleuchter, die zerstörte Osterkerze, herumliegende Altarleuchter, umgeworfene Blumentöpfe und so weiter“, berichtete Kienberger in einem Pfarrbrief.

Kameras in Roding auf Anraten der Polizei

Aus diesem Grund haben sich er, der Mesner und die Kirchenverwaltung auf Anraten der Polizeiinspektion Roding dazu entschlossen, dass die Stadtpfarrkirche St. Pankratius künftig mit einer Videokamera überwacht wird – auch weil es in letzter Zeit in umliegenden Gotteshäusern auch immer wieder zu Vorfällen und Diebstählen gekommen war. „Die Kameras wurden am 30. November montiert“, erläutert Kienberger.

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Es werden der Haupteingang und das Hauptschiff der Kirche gefilmt. Aus diesem Grund bleiben die beiden Seiteneingänge außerhalb der Gottesdienstzeiten geschlossen. Nur der Haupteingang der Kirche ist geöffnet, informiert der Stadtpfarrer, an den Seiteneingängen weisen auch Schilder darauf hin. Ebenso gibt es Schilder, die zeigen, dass der Bereich videoüberwacht wird – von ihnen erhofft sich Kienberger auch eine präventive Wirkung.

Ganz wichtig sei den Verantwortlichen, dass die Überwachungsbilder sofort wieder gelöscht und nur dann angesehen werden, wenn erneut Vorfälle von Vandalismus eingetreten sind. „Das heißt, niemand muss Bedenken haben, dass nun kontrolliert wird, wer zum Beten, Opferkerzenanzünden oder Sonstigem in die Kirche kommt“, betont Kienberger. Er habe „glücklicherweise auch noch nicht feststellen können, dass die Zahl der Menschen, die das Gotteshaus betreten, weniger geworden sei.

Schon Erfolg durch Kameras am Heilbrünnl

Nicht nur in der Stadtpfarrkirche, sondern auch an der Wallfahrtskirche Heilbrünnl sei bereits eine Kamera installiert worden, um gewappnet zu sein, falls erneut Vorfälle auftreten, informiert der Stadtpfarrer.

Und dort hat es auch bereits Wirkung gezeigt: Nachdem öfter der Opferstock aufgebrochen und der Inhalt gestohlen wurde, gibt es nun eine Video-Aufnahme vom Täter. Diese werde der Polizei bei den Ermittlungen sicher sehr helfen, sagt Kienberger.