Bustickets, Abwasser, Straßenreinigung: Dafür zahlen die Regensburger 2024 mehr

Neue Preise für Bustickets, höhere Abwassergebühren und Eintrittspreise werden für die Regensburger 2024 im Geldbeutel spürbar.
Der RVV erhöht die Ticketpreise
Busfahren wird zum Jahreswechsel teurer. Der Regensburger Verkehrsverbund (RVV) erhöht die Ticketpreise um durchschnittlich sieben Prozent. Der Preis des 10er-Streifen-Tickets steigt um 50 Cent auf 11,50 Euro. Der Preis des digitalen 50er-Streifen-Tickets erhöht sich um zwei Euro auf 49 Euro. Eine Einzelfahrt innerhalb der Stadt kostet mit diesen Tickets künftig 2,30 Euro beziehungsweise 1,96 Euro. Wer ein Einzel-Ticket für Preisstufe 1 im Vorverkauf (beispielsweise über die RVV-App) löst, zahlt künftig 3,10 Euro – also 20 Cent mehr. Beim Kauf im Bus werden künftig 3,60 Euro statt 3,40 Euro fällig. Das 9-Uhr-Ticket (Öko-Ticket) in der Preisstufe 1 kostet bei Einzelkauf ab dem 1. Januar 41 Euro statt 39 Euro. Auszubildende oder Schüler werden nicht zusätzlich belastet, da der Preis für das 365-Euro-Ticket RVV auch im Jahr 2024 unverändert bleibt.
Abwasser verschlingt spürbar mehr Geld
Die Gebühren für die Entwässerung teilen sich auf in Schmutzwasser und Niederschlagswasser. 2024 werden sie deutlich höher zu Buche schlagen. Die Schmutzwassergebühr steigt von 1,21 Euro je Kubikmeter auf 1,57 Euro. Die Menge bemisst sich auf Basis des Frischwasserverbrauchs. Beim Regenwasser werden die privaten befestigten Grundstücksflächen herangezogen, um die Gebühr zu ermitteln. Pro Quadratmeter werden künftig 0,49 Euro fällig statt bislang 0,38 Euro. Damit die Bürger die Mehrkosten einschätzen können, hat die Stadtkämmerei Beispielrechnungen vorgelegt. Demnach wirken sich die Gebühren auf einen typischen Zweipersonenhaushalt beim Schmutzwasser (rund 92 Kubikmeter) mit Mehrkosten in Höhe von 33,12 Euro im Jahr aus. Bei einem Vierpersonenhaushalt (etwa 184 Kubikmeter) sind es 66,24 Euro pro Jahr. Beim Niederschlagswasser wiederum ist für einen Musterhaushalt in Form einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus (circa 70 Quadratmeter versiegelte Fläche) mit einer Belastung von 7,70 Euro zu rechnen beziehungsweise bei einem Reihenhaus (rund 120 Quadratmeter versiegelte Fläche) mit 13,20 Euro pro Jahr.
• Die Straßenreinigung wird deutlich teurer
Die Stadt dreht an der Gebührenschraube. Für die Straßenreinigung zahlen Regensburger im kommenden Jahr deutlich mehr. In die Reinigungsklasse 1 sind Straßen eingeordnet, die fünfmal pro Woche gesäubert werden. Hier steigen die Kosten von 3,19 Euro je Quadratmeter auf 4,20 Euro. In der Reinigungsklasse 2 – dreimalige Reinigung pro Woche – werden nun 2,71 Euro pro Quadratmeter verlangt. Zuvor waren es 2,06 Euro. In der dritten Reinigungsklasse – wöchentliche Reinigung – werden jetzt 1,23 Euro fällig statt bislang 0,94 Euro je Quadratmeter. Für eine typische Wohneinheit in einem Mehrfamilienhaus (RK 2, Reinigungsfläche 13 Quadratmeter) bedeuten die neuen Gebühren laut Stadtkämmerei eine Erhöhung der Jahresgebühr um 8,45 Euro. Bei einem Reihenhaus (RK 2, Reinigungsfläche 40 Quadratmeter) ist demnach mit 26 Euro mehr pro Jahr zu rechnen. Begründet wird die Erhöhung mit gestiegenen Kosten für Personal und Technik, wozu auch Spritkosten zählen. Auch die mittlerweile vergleichsweise milden Winter spielen eine Rolle. Je mehr Arbeitstage im Winterdienst geleistet werden, umso weniger anrechenbare Kosten entfallen auf die Straßenreinigung. Im Jahr 2022 wurden nun aber lediglich 30 Winterdiensttage notwendig, was deutlich unter den sonst üblichen rund 50 Tagen liegt.
• Höhere Eintrittspreise für Schwimmbäder
Wer in Regensburg abtauchen mag, muss im nächsten Jahr mehr zahlen: Die Eintrittspreise für Westbad, Wöhrdbad und Hallenbad steigen ab Januar um rund sieben Prozent. Die Preise in der Westbad-Sauna werden um rund fünf Prozent erhöht. Das Stadtwerk will so nach eigenen Angaben die gestiegenen Betriebskosten und die Inflation auffangen. Außerdem geht es darum, Investitionen wie etwa den Bau des Sportparks Ost mit inkludiertem Hallenbad und die Erneuerung des Rutschen-Areals ab 2024 zumindest ein wenig abzufangen. Für die Eintrittskarte zahlen Besucher in den städtischen Bädern dann jeweils 20 bis 30 Cent mehr. In der Westbad-Sauna kostet ein Drei-Stunden-Aufenthalt weiterhin 18 Euro. Für fünf Stunden Saunavergnügen sind künftig 21 Euro (bisher 20 Euro) zu entrichten und 24 Euro (bisher 22 Euro) fallen für einen ganzen Tag in der Westbad-Sauna an.
• Städtische Museen heben Ticketpreise teilweise an
Die Eintrittspreise im neuen document Kepler (geöffnet ab Februar) erhöhen sich laut Pressestelle der Stadt pro Person von 2,20 Euro auf 5 Euro, verbilligt pro Person von 1,10 Euro auf 2,50 Euro, dafür sind dann die bisher lediglich verbilligten Eintritte für unter 18-Jährige, Schüler im Klassenverband sowie Studierende (bis 30 Jahre) nun frei. Im document Reichstag werden zusätzlich zu den unveränderten Eintritten und Führungen neu angeboten: Kurzführungen für Schulklassen für 30 Euro, Sonderführungen außerhalb der Turnuszeiten für 45 Euro zusätzlich zum Gruppeneintrittspreis von 4 Euro pro Person und als Kurzführungen für 25 Euro zuzüglich des Gruppeneintrittspreises von 2,50 Euro pro Person. Im document Schnupftabakfabrik und im document Neupfarrplatz erhöhen sich die Führungsentgelte von Turnusführungen bei Personen mit Vollendung des 18. Lebensjahres von 5 Euro auf 8 Euro für Kinder und Jugendliche sowie Personen mit verbilligtem Eintritt von 2,50 Euro auf 5 Euro pro Person, für Familien von 10 Euro auf 16 Euro. Die Preise für Führungen im Historischen Museum erhöhen sich geringfügig: für Personen ab Vollendung des 18. Lebensjahres von 7,50 Euro auf 8 Euro, für Kinder und Jugendliche sowie Personen mit verbilligtem Eintritt auf 5 Euro pro Person, für Familien von 15 Euro auf 16 Euro. Der Eintritt in die Städtische Galerie im Leeren Beutel bleibt frei.

