Unsichere Hochwasserlage vor Weihnachten in Kelheim: So reagiert die Feuerwehr

Bis zum ersten Weihnachtsfeiertag ist Dauerregen vorhergesagt. Das könnte sich bis Neujahr deutlich auf den Kelheimer Donaupegel auswirken.
Nach dem Hochwasser ist vor dem Hochwasser könnte man sagen. Die hohen Donau-Pegel ausgelöst durch Schneeschmelze und Regen zum dritten Adventswochenende haben zum Glück im Landkreis Kelheim nicht das vorhergesagte Ausmaß (von mehr als 6,50 Meter und jenseits der höchsten Meldestufe 4) erreicht.
Das passierte zuletzt
Zu den Weihnachtsfeiertagen könnte der Wasserstand nun aber wegen konstanter Regenfälle erneut deutlich anschwellen. Deshalb haben Stadt und Feuerwehr in Weltenburg nur die nötigsten Hochwasserschutz-Elemente entfernt. Vor eineinhalb Wochen waren diese installiert worden.
Aktuell ist die Asamstraße wieder passierbar, der Klosterhof ist von der Donauseite her betretbar. Auch fünf Fensterabdeckungen vor dem Refektorium, dem Speisesaal der Mönche, wurden laut Kelheims Feuerwehrkommandant Bernhard Kleiner entfernt. „Damit die Benediktiner es beim Essen tagsüber wieder hell haben.“
Hochwasser: Das könnte bis Silvester auf Kelheim zukommen
Die wesentlichsten Teile blieben jedoch erst einmal stehen. „Die Lage ist so unsicher, wie vor eineinhalb Wochen. Bis zum ersten Weihnachtsfeiertag ist Dauerregen vorhergesagt, vor allem im Allgäu“, so Kleiner.
Das ist die Region, die der Donau Wasser bringt. Einmal mehr gilt: „Wir wissen nicht, was kommt.“ Auf an die sechs Meter könnte der Pegel laut Prognosen steigen, sagt der Kelheimer Kommandant. Um jedoch den ehrenamtlichen Einsatzkräften zwischen Weihnachten und Silvester ein erneutes Aufbauen, womöglich an den Feiertagen zu ersparen, bleiben die Flutschutz-Teile stehen. Der Rest sei innerhalb von „30 Minuten“ wieder montiert, so Kleiner.