Fahrradbrücke zwischen Sinzing und Regensburg wird am Mittwoch freigegeben

Von Micha Matthes · 20. Dezember 2023 um 05:00

Ab Mittwochmittag ist der Weg frei. Die kürzeste Verbindung zwischen Regensburg und Sinzing (243 Meter lang und vier Meter breit) steht. Sie soll das Fuß- und Radwegenetz in Stadt und Landkreis Regensburg nachhaltig verbessern. Um 12.30 Uhr werden die Absperrungen entfernt.

Die Fahrradbrücke wird mit einem kleinen, kurzfristig einberufenen, Pressetermin von unter anderem Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer, Landrätin Tanja Schweiger sowie Josef Espach, Interims-Bürgermeister von Sinzing, und seinem Vorgänger MdL Patrick Grossmann für Radfahrer und Fußgänger freigegeben. Sie kann ab diesem Zeitpunkt voll genutzt werden.

Auch Rettungsfahrzeuge können über Sinzinger Brücke fahren

Im Notfall können ab sofort auch Rettungsfahrzeuge über die Brücke fahren. „Die Zuwegungen sind so ausgebaut, die Fahrbahnbreite ist da und auch statisch ist die Brücke so ausgelegt, dass Sanitätswagen sie befahren können“, sagt Espach. Dies könnte etwa der Fall sein, wenn die parallel verlaufende Autobahnbrücke Sinzing einmal komplett gesperrt ist.

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Mit der Freigabe geht ein langgehegter Wunsch vieler Gemeindebürger von Sinzing, aber auch vieler Stadt- und Landkreisbewohner, in Erfüllung. Seit Jahrzehnten wurde die Idee diskutiert. Am 9. Dezember 2014 unterschrieben die Stadt Regensburg und die Gemeinde Sinzing schließlich einen ersten Kooperationsvertrag zur gemeinsamen Planung, den enormen Umfang und die zu überwindenden Schwierigkeiten eines solchen Vorhabens wohl erahnend. Ein weiter Weg liegt nun hinter den Verantwortlichen, an dessen Ende gestern noch eine letzte Abnahme durch das Tiefbauamt stand – und das gab grünes Licht.

Nun kann man bequem in 15 Metern Höhe über die Schifffahrtsstraße und den Ufersaum spazieren. Über der Donau schwebende Aussichtsplattformen laden zum Verweilen ein. Die neue LED-Beleuchtung sorgt dafür, dass die Brücke auch bei Dunkelheit sicher passiert werden kann.

Die Gesamtkosten für die Baumaßnahme (inklusive des ersten Bauabschnitts an der Bahnhofstraße) liegen bei 12,2 Millionen Euro. 70 Prozent davon übernimmt der Freistaat. Die Kosten für die Stadt Regensburg und die Gemeinde Sinzing liegen jeweils bei etwa zwei Millionen Euro. Die Gemeinde Sinzing wird für die Brücke künftig die Unterhaltslast übernehmen.

Im Frühjahr soll es dann noch eine offizielle Einweihung der Radbrücke in größerem Rahmen geben. Bis dahin könnten auch noch kleine Restarbeiten stattfinden.