Abensberg und Biburg müssen tief in die Tasche greifen

Von Wolfgang Abeltshauser · 18. Dezember 2023 um 15:00

Der Haushalt des Schulverbandes Abensberg/Biburg für das Jahr 2024 ist beschlossen. Mit einer Gesamthöhe von 7.3 Millionen Euro ist er deutlich höher als im Vorjahr. Grund dafür sind die mittlerweile gestarteten umfangreichen Sanierungs- und Erweiterungsarbeiten bei der Grundschule. Das hat Folgen für die beteiligten Kommunen.

Die Verbandsversammlung segnete einstimmig eine jeweils deutlich höhere Umlage für Abensberg und Biburg ab. Nur so seien die kommenden Aufgaben zu bewältigen, wie Abensbergs Kämmerer Andreas Poschenrieder im Gespräch mit der Mittelbayerischen betonte. Allein für 2024 sind dafür fünf Millionen Euro vorgesehen, in den weiteren Jahren jeweils deren sechs. Frühestens ab 2027 sei daran zu denken, die Umlage wieder zurückzufahren.

Bisher zahlten die Kommunen 4200 Euro pro Kind, das Grund- oder Mittelschule besucht. Im Jahr 2024 werden das rund 5700 Euro sein. Aus Abensberg besuchen 671 Schülerinnen und Schüler die Schulen, so dass sich die zu zahlende Summe der Stadt von 2,8 Millionen Euro auf 3,8 Millionen erhöht. Bei Biburg mit 63 Kindern und Jugendlichen gibt es eine Steigerung um rund 100 000 Euro auf deren 358 000.

Nur notwendigste Ausgaben

In der Verbandsversammlung gab es darüber keine Debatte, alle Mitglieder folgten dem Vorschlag von Poschenrieder. Der betonte im Gespräch mit der Mittelbayerischen, dass man die beteiligten Kommunen nur mit den notwendigsten Ausgaben belasten wolle.

So ist im Haushaltsplan eine Kreditaufnahme von 2,5 Millionen Euro vorgesehen. Konkret handle es sich um einen sogenannten Investitionskredit von der Bayerischen Landesbodenkreditanstalt, bei dem es Sonderkonditionen gibt. Die gesamten fünf Millionen können laut Poschenrieder so aber nicht finanziert werden, weil es dafür Obergrenzen gebe.

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An den Arbeiten an der Schule komme man in den Augen von Poschenrieder nicht vorbei, allein schon wegen des in die Jahre gekommenen elektrischen Systems. Dazu läuft beispielsweise längst die Sanierung der Heizungsanlage, wofür im kommenden Jahr noch einmal 250 000 Euro eingeplant sind. Mit Blick auf das Ende der Sanierungsarbeiten verspricht der Kämmerer aber: „Dann steht die Schule top da.“

Unabhängig vom Bauprojekt müssen sich die Verbandsmitglieder auf steigende laufende Kosten einstellen. Poschenrieder hat bei den Personalkosten eine Steigerung von drei Prozent eingepreist. Damit zu rechnen sei, dass für den Gebäudeunterhalt 30 000 Euro mehr als bisher aufgebracht werden müssen. Beim Strombezug sind es nach seinen Worten 60 000 Euro.

Miete für die Container

Auch an Mietpreisen müssen in den kommenden Jahren höhere Summen als bisher veranschlagt werden. Normalerweise gehe es hier um Mieten für Kopierer an Grund-, Mittel- und Wirtschaftsschule. Ab diesem Jahr sind dazu die Container zu finanzieren, in denen Teile der Grundschulklassen während der Bauarbeiten unterrichtet werden. Insgesamt stehen hier im Haushalt für 2024 rund 180 000 Euro.

Von Jahr zu Jahr wichtiger wird die Mittags- und Ganztagsbetreuung an Grund- und Mittelschule. Pro Jahr laufen dabei laut Poschenrieder 656 000 Euro auf. Der Schulverband muss davon 137 000 Euro übernehmen, den Rest übernehmen der Staat und Träger.