Botschaft für St. Vitus: Notmaßnahmen wurden früher als erwartet in Angriff genommen

Von Thomas Rieke · 14. Dezember 2023 um 12:22

Schon wieder gibt es Neuigkeiten aus der St.-Vitus-Kirche. Die frohe Botschaft von Pfarrer Michael Hirmer lautet: „Wir liegen ein Vierteljahr vor dem eigentlichen Zeitplan!“ Nicht wie geplant im Frühjahr 2024, sondern schon jetzt wurde mit den Notsicherungen des Kirchendachs begonnen.

„Wenn alles gut läuft, können diese sogar schon 2023 abgeschlossen werden“, so der Geistliche. Mitarbeiter der Firma Dannerbeck aus Nittenau öffneten kürzlich einen Teil des Langhausdachs, um schwere Balken ins Innere des Dachstuhls zu hieven. Diese werden benötigt, um die mit viel Stuckornamentik ausgestattete Kirchendecke wieder sicher zu verankern. Der Dachstuhl trägt nämlich nicht nur das Dach, sondern auch die tonnenschwere Kirchendecke.

Dafür, so berichtete Hirmer, muss der Dachstuhl mit Hilfe von Stahlbändern abgesichert werden, so dass die nötige Statik wieder gegeben und das Gewicht der Dach- und Deckenkonstruktion sicher über das Mauerwerk ins Fundament des Gotteshauses abgeleitet werden kann.

Geplant und berechnet wurden die Maßnahmen nach Angaben der Katholischen Stadtkirche durch Tragwerksplaner Kevin Eltze vom Statikbüro Hofmann & Tibad, Regensburg. Ausführender Bauleiter ist Simon Weiherer von der Firma Dannerbeck. Begleitet wird die gesamte Baumaßnahme, zu der auch die Befundung und die Sicherung der Turmanlage gehören, durch das Burglengenfelder Ingenieurbüro AHK (Haneder und Kraus).

Hirmer freute sich über den vorzeitigen Baubeginn und sprach den Firmen seinen Dank aus. Die Notsicherung ist mit über 120.000 Euro veranschlagt, was die klammen Kassen der Kirchenstiftung St. Vitus laut Hirmer weiter belastet.

Aber mit der Maßnahme gewinne die Stadtkirche rund fünf Jahre Zeit, um zu klären, welchen Umfang eine Generalsanierung der Vituskirche hätte – und wie diese finanziert werden könnte. Nach ersten Schätzungen dürften die Maßnahmen einen zweistelligen Millionenbetrag verschlingen.