Auch beim siebten Mal: Einfach zauberhaft, der Weihnachtszauber am Hammersee in Bodenwöhr

Immer wenn Anfang Dezember zahlreiche kleine Stände mit Kunsthandwerk den von einem Weihnachtsbaum erhellten Kunst- und Kulturgarten beleben, sich der Duft von Glühwein und Bratwurstsemmeln am Hammersee ausbreitet und der Nikolaus vorbeischaut, dann liegt wieder der „Weihnachtszauber am Hammersee“ in der Luft.
Zum siebten Male fand am Sonntag der kleine Weihnachtsmarkt statt, und fast jedes Jahr überrascht der Wettergott die Initiatoren und Besucher mit einer neuen Wetter-Variante. Während es 2016 eisig kalt und der Hammersee im Hintergrund zugefroren war, so rieselte ein Jahr später leise der Schnee und hüllte alles in ein weihnachtliches Weiß. Die vierte Auflage des Zaubers 2018 wäre wegen des strömenden Regens beinahe ins Wasser gefallen, und heuer sah es trotz des Tauwetters infolge der dicken Schneereste doch noch richtig winterlich aus.
Eine besondere Note und ein einmaliges Flair erhält der Zauber durch die Nähe zum zugefrorenen Hammersee, den man stets im Blickfeld hat, wodurch die gemütliche und familiäre Stimmung besonders hervorgehoben wird. Initiatorin dieses Weihnachtsmarkts war vor acht Jahren die damals 15-jährige Carina Hoffmann aus Altenschwand, die diese Idee zusammen mit ihrem Vater Georg, der seit 2019 das Amt des Bürgermeisters bekleidet, umsetzte.
Frauenbund schwärmte
Mit musikalischer Unterstützung des Posaunenchors Nittenau eröffnete Carina Hoffmann um 14 Uhr den Weihnachtszauber. Künstlerisch bereichert wurde der Markt mit Ständen, die unter anderem Gestecke, Gemälde, Kalligraphie-Schriften, Geschenkartikel, Deko aus Holz und Metall, Kunsthandwerk, Glasperlen, Seifen oder Alpakaprodukte anboten.
„Ooooh, hier ist es aber schön. Eine tolle Stimmung, so viele Anbieter mit Bastelsachen und nicht nur Bratwurststände und Glühweinbuden“, so die Mitglieder einer Frauengruppe, die kam, als es dunkel wurde, die Lichter angezündet wurden und der Weihnachtsbaum brannte. Natürlich gab es auch in Bodenwöhr Pizza, Crêpes, Bratwurst- und Knackersemmeln sowie an mehreren Ständen den obligatorischen Punsch und Glühwein. Zum ersten Mal wurden aber auch Flammkuchen und Wildspezialitäten angeboten.
Die Festdamen der FFW Bodenwöhr präsentierten ihren Kalender für das Jubiläumsjahr 2024 und die Frauen-Union organisierte wieder eine Flohmarkt-Tombola. Die Kids des BRK-Kindergartens St. Barbara hatten eifrig Anhänger für den großen beleuchteten Weihnachtsbaum gebastelt und ihn in ein „Futterplatzerl“ mit Leckereien für die Tier- und Vogelwelt verzaubert. Den ganzen Nachmittag über bis in den Abend herrschte ein Kommen und Gehen.
Zwei große dekorierte und beleuchtete Holzbögen am Kunst- und Wasserweg empfingen die Besucher. Infolge der kühlen Temperaturen und der Nähe zu den Glühweinständen war der Platz um die großen Feueröfen aus Blechfässern, an denen man sich erwärmen konnte, stets überfüllt, so dass man sich seinen Weg durch die Menschenmenge bahnen musste. Auch die Verkaufsstände durften sich über mangelndes Interesse und Geschäft sicher nicht beklagen.
Pünktlich um 16 Uhr schaute der Nikolaus „Santa Georg“ (Hoffmann) mit seinem Engelchen Miriam vorbei, begrüßte vor allem die Kinder, hatte für jeden ein nettes Wort, verteilte zahlreiche Geschenke an die Kleinen und stellte sich auch für Erinnerungsfotos zur Verfügung.
Im Bockerl nach Waltenried
Ein besonderes Highlight war auch heuer wieder das Sulzbachtaler Nikolausbockerl, ein historischer „Uerdinger Schienenbus“, so genannt, weil er in der Waggonfabrik Uerdingen entwickelt wurde, der am Sonntagnachmittag zwischen den zeitgleich stattfindenden Weihnachtsmärkten in Bodenwöhr sowie Bruck pendelte und damit den unkomplizierten und kostenfreien Besuch beider Events ermöglichte.
Bürgermeister Hoffmann hatte in Absprache mit seiner Brucker Amtsschwester Heike Faltermeier das Highlight organisiert. Auch wenn die Stadt Nittenau heuer nicht mit dabei war, wurde die komplette Bahnstrecke bis zur Gewerbegebiet Waltenried kurz vor Nittenau gefahren, um in den Genuss des gesamten Sulzbachtals zu kommen.




