Schwandorfs Hospiz öffnet am 5. Januar mit Tag der offenen Tür – Noch Karten für Benefizkonzert erhältlich

Das Hospiz für die Region Schwandorf, Cham und Amberg steht kurz vor seiner Eröffnung. Am 5. Januar 2024 nimmt die Einrichtung bei einem Festakt mit geladenen Gästen und einem Tag der offenen Tür offiziell seinen Betrieb auf.
Das Bruder-Gerhard Hospiz ist nach dem Johannes-Hospiz in Pentling die zweite Einrichtung der Johanniter Unfallhilfe dieser Art für die Oberpfalz, eine dritte soll in Neustadt/Waldnaab entstehen.
Der Neubau an der Hoher-Bogen-Straße wurde für rund sechs Millionen Euro erstellt und umfasst zehn Gästezimmer, zwei Zimmer für begleitende Angehörige sowie die notwendigen Funktionsräume. Ein zentraler Ort in dem Gebäude ist der Raum der Stille, der vor allem in der Gestaltung dem Augenblick des endgültigen Abschieds vom irdischen Dasein entsprochen wurde.
Der Raum der Stille wurde besonders gestaltet
Prägend ist die große Fensterfront, die der Künstler Jürgen Huber gestaltet hat. „Heiterkeit als Tröstung“ lautete seine Motivation. „Das bunte Glas zerstört zudem jeden Hass“, verdeutlichte er. Bewusst sollte dabei keine Konkurrenz zu einem Wandrelief geschaffen werden, das dem Raum eine gewisse „Unendlichkeit“ vermitteln soll.
Im Raum der Stille fand kürzlich eine Pressekonferenz statt, um auf die Eröffnung hinzuweisen. „Wir wollen deutlich machen, dass wir ein Haus der Öffentlichkeit sind“, betonte dazu unter anderem Sabine Sudler, Sachgebietsleitung Hospize der Johanniter Ostbayern.
Martin Steinkirchner, Mitglied im Regionalvorstand der Johanniter Ostbayern, stellte heraus, dass die Kosten ohne Zuschüsse und Spenden nicht zu schultern wären, obwohl rund 95 Prozent erstattet würden. Im jährlichen Betrieb werde voraussichtlich ein Defizit von 200.000 bis 300.000 Euro auszugleichen sein.
Dankbar zeigte er sich dafür, dass die Hospizvereine aus Schwandorf und Amberg bereits ihre volle Unterstützung durch Personal zugesichert hätten. Für sie stellte Gisela Pöhler,Vorsitzende des Hospizvereins Schwandorf, heraus, dass 54 Hospizbegleiter ihre Leidenschaft dafür entdeckt hätten, Menschen, die ansonsten vielleicht sonst niemanden mehr haben, auf ihrem letzten Weg zu begleiten. So eine Tätigkeit auszuüben sei nur mit viel eigenem Herzblut möglich.
In unmittelbarem Zusammenhang mit der Eröffnung des Hauses steht auch ein kulturelles Ereignis. Am Sonntag, 21. Januar, um 19 Uhr findet das Neujahrskonzert der Stadt Schwandorf in der Oberpfalzhalle statt.
Musik für den guten Zweck: Neujahrskonzert des Polizeiorchesters Bayern am 21. Januar in Schwandorf
Akteure sind die Musiker des Polizeiorchesters Bayern unter der Leitung von Professor Johann Mösenbichler. Dieser war auch anwesend und drückte seine besondere Freude über ein erneutes Gastspiel in der Großen Kreisstadt aus. Er vermittelte einen kleinen Einblick in das vorgesehene Programm. Es wird eine bunte Mischung aus symphonischen Klangwelten bis hin zur Filmmusik aus „König der Löwen“ beinhalten. Ein besonderer Hinweis erging von ihm auf die Solostimme der Sopranistin Caroline Adler.
Da alle Auftritte des Orchesters honorarfrei erfolgten, gehe der Erlös voll zugunsten des Hospizes. Die Tickets kosten im Vorverkauf 15Euro (Abendkasse 20 Euro) und sind über www.okticket.de zu erwerben und in allen okticket-Vorverkaufsstellen in der Region. Das Schlusswort der Pressekonferenz überließen die Verantwortlichen Oberbürgermeister Andreas Feller. Er beschwor schon jetzt „den positiven Geist, der in den Räumen spürbar werde“.

