Zerstörtes Altdorfer Tor: Neue Schilder sollen Schwerlastverkehr durch Gnadenberg stoppen

Am 6. September riss ein Lastwagen das historische Altdorfer Tor mit sich: Der Fahrer nahm nach einem Unfall auf der Autobahn die Ausweichroute über Gnadenberg, obwohl diese für Lkws über 3,5 Tonnen gesperrt ist. Wie so etwas künftig verhindert werden kann, erläuterten auf Initiative der Gemeinde Berg Polizei und Behörden.
Eines der Ergebnisse war laut dem Bürgermeister der Gemeinde Berg, Peter Bergler, zufolge, dass am Neumarkter und am Altdorfer Tor künftig Schilder angebracht werden sollen, die auf eine Höhenbegrenzung auf vier bzw. 3,5 Meter hinweisen. Das sei aus Denkmalschutzgründen bislang nicht möglich gewesen.
Des weiteren sei vereinbart worden, dass die Autobahnpolizei künftig bei Vollsperrungen auf der Autobahn die Polizeiinspektionen in Neumarkt und Altdorf informiere. Diese würden dann je nach Personalkapazität dann an den Autobahnausfahrten Oberölsbach und Altdorf die Verkehrsumleitung regeln beziehungsweise überwachen.
Anzeigen mit Blinklicht im Gespräch
Geprüft werden soll laut Bergler weiter, ob bei den ausgeschilderten Bedarfsumleitungen jeweils die Richtungen Regensburg und Nürnberg mit ausgeschildert werden können und ob an der Autobahn Schilder mit Blinklicht angebracht werden können, die darauf hinweisen, dass die Ortsdurchfahrt Gnadenverkehr für den Lkw-Verkehr ab 3,5 Tonnen gesperrt ist.
Hohe Kosten für eine LED-Tafel
Lieber wäre Bergler allerdings eine „große LED-Variante“ entlang der Autobahn, die den Verkehr rechzeitig steuern könnte und die Regelung nicht nur in Deutsch, sondern auch in Englisch anzeigen würde. Die geschätzten Kosten lägen bei 500000 Euro und dies falle in den Zuständigkeitsbereich des Bundes. Bundestagsabgeordnete Susanne Hierl habe zugesichert, sich dafür einzusetzen, so Bergler.
„Wir prüfen jede Kleinigkeit, um eine bessere Lösung für Gnadenberg zu finden“, betont Bergler. Er informierte, dass sich diese auch für das zerstörte Tor abzeichne. Die Vorleistungen der Gemeinde seien inzwischen von der Versicherung des Unfallverursachers gezahlt worden. Der Wiederaufbau sei für April 2024 ins Auge gefasst.