Abensberg sucht ein Spektakel für den Gillamoos-Sonntag

Von Wolfgang Abeltshauser · 9. Dezember 2023 um 11:00

Gillamooswirte und Schausteller wünschen sich weiter eine Attraktion für den Sonntagabend des Jahrmarktsonntags in Abensberg (Landkreis Kelheim), damit Gäste länger auf dem Gelände bleiben. Das ins Auge gefasste Feuerwerk hat aber endgültig keine Zukunft mehr. Nun sind Alternativen gefragt.

In der jüngsten Werkausschusssitzung berichtete Bürgermeister Bernhard Resch (Landwähler Offenstetten), dass Wirte und Schausteller weiterhin ein spezielles Programm für den eher besucherschwachen Sonntagabend erwarten. Damit soll mehr Publikum angelockt werden, das letztendlich auch Geld in den Festzelten, Fahrgeschäften und Verkaufsständen lässt.

Allerdings gibt es endgültig keine Zukunft mehr für ein Feuerwerk. Sowohl der Rathauschef als auch Richard Zieglmeier (Grüne) verwiesen auf die Beschlusslage. Bereits 2018 habe es ein Meinungsbild im Stadtrat dagegen gegeben – und im Werkausschuss einen förmlichen Beschluss. Im Gremium gab es dazu keinerlei Debatte.

Es drohen hohe Kosten

Längst hat ja auch schon Carolin Wohlgemuth vom Stadtmarketingressort der Stadt nach Alternativen Ausschau gehalten. Theoretisch möglich wäre nach ihren Worten eine Lasershow. Um so etwas im Nachthimmel zu realisieren, benötige man leistungsstarke Laser und viel Strom. Allein das würde 30.000 bis 40.000 Euro kosten. Ein Vertreter einer Anbieterfirma habe vor Ort die Szenerie schon in Augenschein genommen. Der rate von einem Versuch ab, denn ein Festgelände wie das des Gillamoos eigne sich schlichtweg nicht für solch ein Projekt.

Wegen der zum Teil hohen Fahrgeschäfte müsste man wohl Gerüste aufstellen, um die Laser zu platzieren. Und es wäre wohl notwendig, dass das Publikum den eigentlichen Festplatz verlässt und sich beispielsweise auf dem Gelände des ehemaligen Viehmarkts versammelt. Nur so gebe es ein sinnvolles Sichtfeld für die Zuschauer.

Sicherheit kostet Geld

Was aber wiederum umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen nach sich ziehe. Marktmeister Heribert Eichstädter sagte in der Sitzung, beispielsweise müsste dann die Abens komplett eingezäunt werden. Er geht von weiteren 15 000 Euro an Kosten aus. Einmal ganz abgesehen davon, dass man so die Menschen eher vom Gillamoos-Geschehen weglocke als sie dort zu halten.

Eine Entscheidung darüber ist zwar noch nicht gefallen. Die kündigt der Bürgermeister für 2024 im Stadtrat an, denn bei der aufgerufenen Kostensumme ist in seinen Augen dieses Gremium gefordert. Doch schon im Werkausschuss gab es keine Befürworter.

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Aufgeben wollen die Abensberger aber noch nicht. Resch sprach von etwas Besonderem, das man für die Abensberger realisieren wolle. Zieglmeier betonte, dass man den Gillamoos auffrischen und aufpeppen müsse.

Wohlgemuth habe sich nach weiteren Alternativen umgesehen. So gebe es andere technische Möglichkeiten, um etwa Bilder in den Himmel zu malen. Sie und Resch sagten das, ohne Details zu verraten. Erst einmal sollen alle Vorarbeiten erledigt sein. Dazu gehören weitere Gespräche des Bürgermeisters mit Wirten und Brauern am Gillamoos. Entscheidend seien nicht zuletzt die Kosten, die für die Alternative aufgebracht werden müssen.

Wann passt es am besten?

Noch zu entscheiden ist außerdem, wann denn der richtige Zeitpunkt für so ein Spektakel ist. Eichstädter sprach sich in der Sitzung dafür aus, es nicht vor 22 Uhr anzusetzen. Bis zu diesem Zeitpunkt könnten etwa auch noch Familien auf dem Festgelände bleiben, sich die Vorführung ansehen und danach dann nach Hause gehen.

Im Gremium gab es zuvor Vorschläge, eher auf 21 Uhr zu gehen, um so Familien zusätzlich auf die Gillamoos-Wiese zu locken. Eichstädter glaubt aber nicht daran, dass dies funktionieren werde. Viele würden wohl nach der Vorführung heimgehen – unabhängig von der Uhrzeit. Auch hier wird im kommenden Jahr der Stadtrat zu entscheiden haben.