Gesprächsstoff rund um den Gillamoos in Abensberg

Von Wolfgang Abeltshauser · 25. November 2023 um 11:00

Der Gillamoos ist in diesen Tagen in Abensberg weiter im Gespräch – nicht nur wegen steigender Kosten rund um den Jahrmarkt. Bürgermeister Bernhard Resch (Landwähler Offenstetten) sucht derweil einen neuen Ansatz beim Kontakt zur heimischen Wirtschaft.

Die angekündigte Erhöhung der Platzgelder um fünf Prozent ist jetzt beschlossen. Bei einer Gegenstimme votierte der Stadtrat in seiner Sitzung am Donnerstagabend für diesen Vorschlag der Verwaltung.

Der Bürgermeister erinnerte noch einmal daran, dass man eigentlich um 20 Prozent erhöhen müsste, um die eigenen Vorgaben in Sachen Kostenziel einzuhalten. Allerdings wolle man eben den Geschäftspartnern mit Blick auf die allgemeine Kostensteigerung entgegenkommen. Und der Wiederanstieg der Mehrwertsteuer stehe ja schon vor der Tür.

Resch berichtete weiter, dass das angekündigte Gespräch mit den Gillamoos-Wirten mittlerweile stattgefunden hat – mit einer „positiven Grundstimmung“. Allerdings hat stellvertretende Bürgermeisterin und Referentin für Inklusion und Handicap Marion Huber-Schallner mit Blick auf den Traditionsjahrmarkt weiteren Redebedarf.

Viel Kritik in Sachen Barrierefreiheit beim Gillamoos habe sie erreicht. Menschen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, und solche mit eingeschränktem Sehvermögen hätten es auf dem Jahrmarkt nicht leicht. Resch schlug vor, sich der Thematik bei der offiziellen Nachbesprechung zum Gillamoos, die in diesen Tagen stattfinden soll, anzunehmen.

Ein wichtiger Termin in Abensberg im Frühjahr

Resch seinerseits kündigte an, die Kontakte zur heimischen Wirtschaft neu aufzustellen. Bisher gab es immer ein sogenanntes Unternehmerfrühstück im Januar. Der Termin sei nicht ganz ideal gewesen, weil viele potenzielle Teilnehmer oft beim Skifahren weilten. Außerdem war der Samstag als Veranstaltungstag nicht günstig, weil das für viele Handwerker ein normaler Arbeitstag sei.

Deshalb habe er sich entschlossen, heuer am Mittwoch, 7. März, um 17.30 Uhr, einzuladen. Wie die Veranstaltung genau heißen werde, stehe noch nicht fest. Ort sollen aber wieder die Räume des Autohauses Hofmann sein. Noch werde ein Thema gesucht. Resch selbst könne sich vorstellen, einem Abensberger Unternehmen Raum zu geben, sich vorstellen, um so ins Gespräch zu kommen.

Auch dieses Thema ist derzeit aktuell: Generationentreff in Abensberg

Richard Zieglmeier (Grüne) regte an, das Thema Arbeitskräftemangel auf die Agenda zu setzen, nachdem der Leidensdruck da ja groß sei. Reinhard Handschuh (Wählervereinigung Sandharlanden, Holzharlanden und Schwaighausen) stimmte ihm zu. Es gebe ja mittlerweile Erleichterungen in Sachen Arbeitserlaubnis für Flüchtlinge, die man erläutern könne. Und Niklas Neumeyer (CSU) regte an, sich den Problemen der Gastronomen, die ja weiterhin wichtig seien für die Stadt, anzunehmen.

Wohnbaupläne in Schwaighausen sind weiter

Der Plan, in Schwaighausen ein Baugebiet zu realisieren, ist einen Schritt weiter. Der Stadtrat hat jetzt die dafür notwendige Änderung des Flächennutzungsplans beschlossen. Die Satzung für den Bebauungsplan Schwaighausen-Nord hat der städtische Bauausschuss bereits vor wenigen Tagen beschlossen. Entstehen soll ein allgemeines Wohngebiet. Durch das Projekt sollen fünf Mehrparteienhäuser, acht Doppelhäuser und 31 Einfamilienhäuser entstehen. Wie berichtet halten dort sowohl die Stadt als auch ein Privateigentümer Flächen.

Resch kündigte an, dass die Ergebnisse der Bürgerbefragung früh im kommenden Jahr veröffentlicht werden sollen. Hauptamtsleiter Andreas Müller sagte auf Nachfrage, dass mehr Fragebögen ausgefüllt zurückkamen, als man sich das vorgestellt hatte. Eine genaue Zahl vermochte er aber noch keine zu nennen.

Endgültig beschlossen ist jetzt, bei den Gebühren für den Friedhof ein neues System einzuführen. Unter dem Strich bedeutet das bei der Mehrzahl der Posten eine Steigerung der Kosten für die Bürgerinnen und Bürger. Ziel ist es, eine 40-prozentige Kostendeckung bei der Einrichtung zu erreichen. Ab jetzt solle nicht mehr über jede einzelne Position gesondert entschieden werden.

Ebenso auf den Weg gebracht sind die Abwassergebühren, die ab 2024 in Hörlbach gelten. Zu zahlen wein werden 30 Cent pro Kubikmeter Schmutzwasser und 24 Cent pro Kubikmeter Regenwasser.

Jubiläen mit den Freunden

Resch berichtete in der Ratssitzung , dass es im kommenden Jahr gleich zwei Jubiläen in Sachen Partnerstädte gibt. Seit 25 Jahren ist man mit dem italienischen Lonigo verbandelt. Immerhin schon ein Jahrzehnt ist es her, dass man die Kontakte mit St. Gilles in Frankreich offiziell machte.

Deshalb soll es eine offizielle Fahrt des Stadtrates nach Lonigo geben. Nicht nur die Politiker werden sich im Frühjahr auf die Reise begehen. Die Stopsler werde laut Resch und Simon Steber (Junge Liste) bei der Fiera die Italiener mit Abensberger Bier verköstigen. Grundsätzlich wollen mehrere Gruppen Lonigo besuchen. Auch eine Fahrt in die Partnerstadt Parga ist geplant. Termin sei der 18. bis 25. Mai. Ein Bus soll eingesetzt werden, es gebe aber auch Möglichkeiten per Flugzeug und Segelschiff.

In Schwaighausen sollen weiterer Neubauten entstehen. Foto: Abeltshauser