Albert Steber will Schüler und Senioren zusammenbringen

Seit Monaten steht das ehemalige Bahnhofsbistro in Abensberg leer. Seit über einem Jahr gibt es Überlegungen, dort Seniorenarbeit zu betreiben. Jetzt legt Albert Steber, der Vorsitzende des Seniorenbeirats, ein Konzept auf den Tisch, das ab 18. Januar 2024 umgesetzt werden soll.
Anfangs hatte er noch von einem Seniorencafé gesprochen, das eingerichtet werden solle. Aber schon damals betonte Steber, dass dies nur ein Arbeitstitel sei. Nun ist der Oberbegriff gefunden. Wie berichtet soll im ehemaligen Bistro ein Generationentreff entstehen.
Den der Vorsitzende des Seniorenbeirats konkret mit Leben füllen will. So habe er bereits Kontakte mit der Johann-Turmair-Realschule aufgenommen. Eine Gruppe von Schülerinnen und Schüler sollen regelmäßig mit eingebunden werden. Dazu kann sich Steber etwa auch gemeinsame Aktionen mit den Abensberger Kindergärten vorstellen.
Grundsätzlich gebe es mittlerweile eine Arbeitsgruppe – bestehend aus 15 Köpfen des Seniorenbeirats. Die habe das jetzt feststehende Konzept erarbeitet. Ein Teil davon soll ein wöchentlicher Treff für alle interessierten Senioren sein – immer am Donnerstag von 14 bis 17 Uhr. Dieser Wochentag sei bewusst gewählt, weil es zu diesem Termin in Abensberg keinerlei andere Veranstaltung in Sachen Seniorenarbeit gebe. Man wolle sich ja beim Angebot gegenseitig keine Konkurrenz machen.
Ein zwangloser Treff in Abensberg
Zwei der drei Stunden sollen ein zwangloser Treff darstellen. Freizeitaktivitäten verschiedenster Art seien laut Steber möglich. Er denkt da etwa an Brett- oder Kartenspiele – aber einfach nur Ratschen sei möglich. Dazu solle es jedes Mal einen Schwerpunkt geben, bei dem jeder, der Interesse hat, mit dabei sein kann.
Spontan fallen dem Initiator im Gespräch mit der Mittelbayerischen zwei Themen dazu ein. Da man sich ohnehin direkt neben dem Bahnhof befinde, könnte ja ein Bahnmitarbeiter erklären, wie der Fahrkartenautomat funktioniert. Auch der Umgang mit dem Handy könnte so ein Schwerpunkt sein. Grundsätzlich hofft Steber aber vor allem auf Ideen aus dem Teilnehmerkreis. Für was der sich interessiere, das solle in seinen Augen umgesetzt werden.
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Damit soll es aber noch nicht genug sein. Außerdem ist vorgesehen, Kurse, Ausflüge und Seminare anzubieten. Das ehemalige Bahnhofsbistro soll dafür Anlaufstelle, aber nicht immer Veranstaltungsort sein. Hier kommen dann wieder die Realschüler ins Spiel.
So ist laut Steber schon einmal eingeplant, dass die Jugendlichen Computerkurse für die Senioren organisieren sollen.
Möglich wären in seinen Augen beispielsweise auch eine Fahrt ins Haus der Geschichte oder Wanderungen rund um Abensberg. Die bereits bestehende Arbeitsgruppe werde in den kommenden Wochen ein detailliertes Programm ausarbeiten.
Das ehemalige Bahngebäude, das auf städtischem Grund steht, ist auf alle Fälle bereit für seine Rolle als Veranstaltungsort. Wie berichtet gab es eine Sanierung unter der Regie von Stadt und Bauhof. Unter anderem gibt es mittlerweile eine aufgepeppte Heizung und neue Möbel.
Zu erledigen sind laut Steber derzeit noch kleinere Schreinerarbeiten und die Elektronik müsse noch getestet werden. Ansonsten stehe dem Beginn im Januar nichts im Weg. Alle Details stehen noch nicht fest, aber angedacht sei dann ein kleines Auftaktprogramm mit Bewirtung und Musik. Das ehemalige Bistro hatte bis Ende 2022 geöffnet. Getränke, kleine Mahlzeiten und vor allem Fahrkarten waren dort erhältlich. Wie berichtet gab es eine Übereinkunft, dass die Kommune das Gebäude kaufen könne, sollte die Bahn es nicht mehr nutzen.
Das Gebäude passt
Der damalige Bürgermeister Uwe Brandl ist wie berichtet bereits im Oktober 2022 auf Steber zugekommen und habe ihm das Gebäude als Standort für die Seniorenarbeit vorgeschlagen. Nach einer ausführlichen Besichtigung mit Mitgliedern des Seniorenbeirats war dann klar, dass man dort ein Projekt verwirklichen wolle. Das Gebäude erfülle wichtige Bedingungen für einen Treffpunkt für Senioren: Es ist barrierefrei und relativ zentrumsnah.
Bisher hat der Seniorenbeirat in Abensberg keine eigenen Räume. Veranstaltungen wie Adventsfeiern haben bisher abwechselnd in verschiedenen Abensberger Lokalen stattgefunden. Ansonsten werden Räume im Abensberger Aventinum genutzt, etwa für die Delegiertenversammlung.