Landkreis Regensburg: 120 Asylbewerber sollen in ehemaliges Autohaus in Eggmühl ziehen

Von Marianne Schmid · 6. Dezember 2023 um 12:00

In der Bürgerversammlung im Eggmühler Feuerwehrhaus (Landkreis Regensburg) sprach Bürgermeister Christian Kiendl ein Thema an, das in der Gemeinde in aller Mund ist: Die Diskussion um die Unterbringung von weiteren 120 Asylbewerbern im Markt Schierling, aktuell in Eggmühl in einer Werkstatthalle beim Autohaus Knögler in der Seefeldstraße. Das Autohaus stellt den Betrieb zum Jahresende ein.

Einerseits sehe man die Notwendigkeit, andererseits bestehe laut Aussage des Bürgermeisters aktuell keine Notlage wie am Schierlinger Gewerbering. Da ist er mit dem Landratsamt nicht einer Meinung. Für ihn stellt sich die Frage, ob der Markt sein Soll nicht bereits erfüllt hat. Es sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die Menschen angemessen unterzubringen. Die Diskussion habe an Fahrt aufgenommen, das Sagen habe aber das Landratsamt.

Kiendl: Wo ist das Ende?

Der Bürgermeister möchte eine Überlastung vermeiden, Schierling zeige hier ohnehin sein freundliches Gesicht, andere Kommunen würden sich wegducken. In der Bevölkerung gibt es die Sorge, dass bei großen Unterkünften mehr Leute aus gemischten Nationen kommen.

In den vergangenen Jahren sei man mit kleineren Einrichtungen gut zurechtgekommen. Aber jetzt fragt sich auch der Bürgermeister: „Wo ist das Ende?“. Der Markt Schierling will mit angemessenen Mitteln dagegen vorgehen.

Aktuell sind im Gemeindegebiet 148 Asylbewerbern in der Hauptstraße 36 (6), in der Waldstraße 51 (10), am Gewerbering 29 (96), in Pinkofen (17), in der Bayerwaldstraße Unterdeggenbach (19). Eine eingereichte Klage des Marktes hat Auswirkungen auf die Belegungszahl im gesamten Gemeindegebiet.