Freiwillig Tempo 30 auf der Alten Donaustraße

Von Wolfgang Abeltshauser · 4. Dezember 2023 um 11:00

Seit längerem gibt es Klagen von Anwohnern der Alten Donaustraße in Neustadt an der Donau wegen zu schnell fahrender Lastwägen. Obwohl sich das in Zahlen gar nicht so eindeutig festmachen lässt, soll sich jetzt etwas ändern.

Bürgermeister Thomas Memmel (CSU) erreichen nach eigenen Worten immer wieder Beschwerden aus dem Ortsteil Wöhr zu diesem Thema. Auch bei der jüngsten Bürgerversammlung dort war das der Fall, wie er in der jüngsten Bauausschusssitzung mitteilte.

Nun scheint eine kurzfristige Lösung gefunden. Memmel informierte das Gremium über ein Gespräch mit der Werksleitung der an der Alten Donaustraße angesiedelten Betonfirma, das unlängst stattgefunden habe. Ein Großteil des Lastwagenverkehrs steuert das Unternehmen an oder kommt von dort.

Man habe zugesagt, auf die Fahrer einzuwirken, damit die freiwillig nicht schneller als 30 Stundenkilometer fahren. Außerdem werde ein Tempomessgerät aufgestellt, das deutlich in roter Schrift anzeige, sobald ein Fahrzeug schneller unterwegs ist. Dies beschloss das Gremium.

„Keine Auffälligkeiten“

Mehr ist in des Bürgermeisters Augen zumindest derzeit nicht möglich. Und das Gremium sah das nicht anders. So gab es laut Memmel eine Verkehrsmessung im Zeitraum vom 10. bis 20. Oktober. Sie hat ergeben, dass es sehr wohl ein erhöhtes Verkehrsaufkommen wegen der Lastwägen gibt, aber nur einzelne Geschwindigkeitsüberschreitungen. Erlaubt sind 50 Stundenkilometer. „Es gab keine Auffälligkeiten“, sagte Memmel dazu. Zum Einsatz sei ein Messgerät gekommen, das zwischen Lastwägen und anderen Fahrzeugen unterscheiden könne.

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Aber auch aus anderen Gründen sei die von Bürgern geforderte Beschränkung auf Tempo 30 rechtlich schwer durchzusetzen. Gewünscht sei laut Bürgermeister, nur Schwerlastverkehr ab 7,5 Tonnen dies aufzuerlegen. Das ginge laut Polizei aber nur, wenn Qualität und Beschaffenheit der Fahrbahn es nicht ermöglichen würden, dass solche Fahrzeuge die Richtgeschwindigkeit fahren können, weil ansonsten Schäden für den Straßenkörper drohen. Zum Zweck des Lärmschutzes, wie es hier der Fall wäre, sei diese Maßnahme nicht geeignet.

Eine generelle Beschränkung der Geschwindigkeit auf 30 Stundenkilometer gestalte sich laut Polizei schwierig, denn die Straße sei breit genug und ermögliche durchaus eine Höchstgeschwindigkeit von 50 Stundenkilometern.

Blaue statt weißer Markierung

Eine Lösung gefunden ist für ein Problem im Bereich der Martin-Luther-Straße. Bereits im September des Vorjahres beschloss der Bauausschuss laut Memmel, dort die Verkehrsführung für Fußgänger zu verbessern. Da es sich um einen Schulweg handelt, soll die Abgrenzung zwischen Gehbereich und Fahrbahn klarer erkennbar sein.

Die bereits vorgeschlagene Regelung mit zwei nicht durchgehenden Bodenmarkierungen in weißer Farbe von der Sudetenstraße her würde laut Bürgermeister eine Fußgängerfurt darstellen. Laut Straßenverkehrsordnung müsste die mittels einer Ampel oder Schülerlotsen abgesichert werden.

Um das zu umgehen und trotzdem die notwendige Sicherheit für Fußgänger herzustellen, soll nun eine durchgehende blaue Bodenmarkierung mit weißen Fußgängerpiktogrammen gezeichnet werden. So wurde es beschlossen. Sabine Rieger (SPD) wies in der Sitzung darauf hin, dass dort oft Autos parken. Sie schlug vor, dies dort zu verbieten. Was laut Memmel auch geschehen soll.