In Berngau bleibt das Thema Tempo 30 in der Ortsmitte ein Dauerthema

Von Dagmar Fuhrmann · 30. November 2023 um 17:00

In der Gemeinde Berngau leben aktuell 1859 Einwohner. Und eine ganze Menge von ihnen wollte sich in der Bürgerversammlung für den Hauptort aus erster Hand informieren. Einmal mehr war die Verkehrsberuhigung in der Ortsmitte Thema. Dazu informierte der Bürgermeister.

Bürgermeister Thomas Meier sprach im vollen Saal des Berngauer Hofs zahlreiche Themen an, unter anderem die seit längerem diskutierte Tempo-30-Regelung in der Ortsmitte. Anwohner beklagten, dass hier zu schnell gefahren werde. Auf die Frage zu Kontrollen befürwortete Meier die hier aufgestellten Verkehrsdisplays, anhand derer man auch belastbare Zahlen bekomme.

Warum ist Wasser so teuer?

Zuvor berichtete Meier, wie es um die Finanzen der Gemeinde steht. Investieren könne Berngau 392000 Euro, die Verschuldung betrage 868000 Euro, was im wesentlichen der Sanierung des Lukas-Anwesen geschuldet sei. Meier erklärte den Anwesenden auch, warum der Preis für Wasser und Abwasser stark erhöht werden müsse. Die Gemeinde sei verpflichtet, kostendeckend zu arbeiten. Das sei mit den derzeitigen Gebühren und Kosten nicht möglich.

Die Kinderbetreuung schlägt laut Meier mit 850 000 Euro zu Buche, an den Schulverband werden 347 000 Euro gezahlt und für Straßenunterhalt gibt die Gemeinde 200 000 Euro aus. Für Strom müsse die Gemeinde nunmehr das Dreifache zahlen. Die Umgestaltung des Lukas-Anwesens gehe allmählich auf die Zielgerade.

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Meier hofft, dass die Arbeiten bis Ostern beendet sind und die Kontaktbetreuungsgruppe anschließend dort ihre Arbeit aufnehmen kann. Deren Mitglieder kümmerten sich zeitweise um Pflegebedürftige, was eine große Entlastung für Angehörige bedeute, sagte Meier.

Große bürokratische Hürden gebe es im Zusammenhang mit dem Baugebiet „Am Dümpfl“. Meier schilderte, wie diese nach und nach überwunden werden sollen. Alle Parzellen seien nun zugeteilt, es gebe eine Warteliste für etwa 80 weitere Bewerber.

Im Baugebiet Röckersbühl seien hingegen zwei Bauplätze wieder frei geworden. „Sie werden neu vergeben“, informierte Meier. „Der Gemeinderat wird demnächst entscheiden, was mit Bauplätzen passiert, die zwar verkauft, deren Eigentümer aber auch nach drei Jahren keinerlei Anstalten machen sie zu bebauen oder zu verkaufen.“ Diese wolle die Gemeinde zurückkaufen, soweit der Gemeinderat zustimme.

Aussichten für die Feuerwehr

Auf dem Burger-Anwesen, es gehört inzwischen der Gemeinde, soll ein Parkplatz für die Feuerwehr geschaffen werden, informierte Meier. „Und langfristig könnte auch – bei Bedarf – an eine Erweiterung der Feuerwehr gedacht werden.“ Das vorhandene Gebäude dürfe die Gemeinde übrigens nicht vermieten, dies sei eine Vorgabe der Städtebauförderung.

Weitere Themen waren die Hausmülldeponie „Am Sandloch“, auf ihr ist nun ein Deckel, und die Nahwärmeversorgung , für die laut Meier eventuell das Gebiet Seewiesen infrage kommt.